Die Handwerkskammer für Mittelfranken feierte am Tag des Europäischen Kunsthandwerks ihre Preisträger des Gestaltungspreises des Mittelfränkischen Handwerks 2019.
Mila Liams
Die Handwerkskammer für Mittelfranken feierte am Tag des Europäischen Kunsthandwerks ihre Preisträger des Gestaltungspreises des Mittelfränkischen Handwerks 2019.

Handwerk kann Kunst: Gestaltungspreis des Mittelfränkischen Handwerks 2019 vergeben

Handwerkskammer fördert Kreativhandwerker. Preisgeld 10.000 Euro! Diashow.

Gestaltung. Material- und funktionsgerechte Ausführung. Zukunftsweisende Idee: Drei Faktoren hatte die Jury zu bewerten, die die Preisträger des Gestaltungspreises des Mittelfränkischen Handwerks 2019 auszeichnete. Anlässlich der Tage des Europäischen Kunsthandwerks wurden die Preisträger des von der Handwerkskammer für Mittelfranken ausgelobten Wettbewerbs bekannt gegeben. Gleichzeitig öffnete die Ausstellung aller nominierten Stücke in der VR Bank Nürnberg am Tullnaupark. Hausherr Dirk Helmbrecht, Vorstandsvorsitzender der VR Bank Nürnberg, konnte viele Gäste aus Kultur, Wirtschaft und Politik in seinem Haus begrüßen.

Handwerkskammer fördert Kreativhandwerker

10.000 Euro Preisgeld warteten auf ihre Verteilung an die in drei von vier möglichen Kategorien eingereichten Wettbewerbsstücke. Im Sinne der Nachwuchsförderung war noch ein Gesellenpreis für Junggesellen ausgelobt, bei dem diese ihre Gesellenstücke einreichen konnten. Der ebenfalls vorgesehene Auszubildendenpreis konnte nicht vergeben werden, da hier keine Einreichungen vorhanden waren. „Sie sehen, da ist noch Luft nach oben“, animierte Moderatorin Annette Scherer die Gäste, die Idee des Gestaltungspreises weiter zu transportieren, „damit in zwei Jahren die Zahl der Wettbewerbsteilnehmer noch mehr ansteigt.“

Verkaufsfaktor Design

Passend zum Thema Gestaltung war Produktdesigner Markus Bischof aus Nürnberg zu einem Impulsvortrag geladen worden. Der ausgebildete Schreiner, der in den letzten Jahren als Gewinner vieler Design-Awards von sich reden gemacht hat, machte den anwesenden Wettbewerbsteilnehmern Mut, ihren Weg als gestaltende Handwerker weiterzugehen und teilte mit ihnen seine Unternehmensphilosophie. „Wenn wir ein Produkt entwickeln, dann gehen wir ganz unvoreingenommen an die Sache heran und sammeln zuerst unsere eigenen Ideen. Erst danach recherchieren wir im Internet nach Trends etc.“, verriet er seinen Zuhörern über seine kreative Praxis. Seine Anforderung an ein gutes Produkt: „Es muss natürlich Begeisterung wecken und es muss nachhaltig am Markt existieren“, so Bischof und ergänzt „weiter gehört dazu ein gutes Maß an Sensibilität, die Einbindung ehrlicher Emotionen, die Nah- und Fernwirkung und die richtige Materialwahl.“

Gewonnen haben….

Die Spannung im Saal stieg spürbar an, als die Laudatoren auf die Bühne gebeten wurden, um die Preisträger des Gestaltungspreises des Mittelfränkischen Handwerks zu verkünden. Dort erwartete sie Prof. Dr. Forster, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Mittelfranken um ihnen die ersehnten Urkunden zu überreichen:

Preisträger der Kategorie Möbel + Skulptur Benjamin Mangholz (Mitte) mit seinem Laudator Christian Sendelbeck, Vizepräsident der Handwerkskammer für Mittelfranken (rechts) und Prof. Dr. Elmar Forster, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Mittelfranken.
Mila Liams
Preisträger der Kategorie Möbel + Skulptur Benjamin Mangholz (Mitte) mit seinem Laudator Christian Sendelbeck, Vizepräsident der Handwerkskammer für Mittelfranken (rechts) und Prof. Dr. Elmar Forster, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Mittelfranken.
Schreinermeister Benjamin Mangholz aus Tuchenbach konnte sein Glück nicht fassen. Leicht erschrocken schlug er sich die Hand vors Gesicht, als er für die Kategorie Möbel und Skulptur als Preisträger genannt wurde. Laudator Christian Sendelbeck, Vizepräsident der Handwerkskammer, lobte den Büroschrank in Esche: „Die Jury fand es sehr spannend, wie Sie stilistische und technische Elemente aus der Vergangenheit für Ihren Büroschrank nicht kopiert, sondern transformiert und somit auch für unsere Zeit nutzbar gemacht haben. Sie schufen ein modernes und zugleich auch zeitloses Möbel, das durch seine Eleganz und dank seiner robusten Bauweise von den Generationen weitergegeben werden kann. Und die Umwelt wird es Ihnen danken.“

Strahlend nahm Uwe Weber (Mitte) den Gestaltungspreis des Mittelfränkischen Handwerks 2019 entgegen. Mit ihm freuten sich Prof. Dr. Elmar Forster, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Mittelfranken (links) und Laudator Andreas Krieglstein, VR Bank Nürnberg (rechts).
Mila Liams
Strahlend nahm Uwe Weber (Mitte) den Gestaltungspreis des Mittelfränkischen Handwerks 2019 entgegen. Mit ihm freuten sich Prof. Dr. Elmar Forster, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Mittelfranken (links) und Laudator Andreas Krieglstein, VR Bank Nürnberg (rechts).
Auch Metallbauermeister Uwe Weber aus Langenzenn konnte man einen gewissen Touch von Rührung ansehen, als er und sein Partner Roland Hermann als Sieger in der Kategorie Wohnen und Leben bekannt gegeben wurden. Laudator Andreas Krieglstein von der VR Bank über das von den beiden Metallgestaltern eingereichte Gartentor „Gräser in Weiß“: „…es überzeugte die Jury sowohl in gestalterischer Hinsicht, wie auch in der sehr hohen Qualität der Ausführung. Die Zaunanlage wirkt leicht und dynamisch und bildet mit den Pflanzen der Umgebung eine wunderbare Gesamtkomposition. Wir glauben „eine zukunftsweisende Idee“ für viele Gärten.“

Für Ann-Katrin Hartel (Mitte) ist der Preis der Kategorie Schmuck eine willkommene Finanzspritze für ihre neues Atelier. Ihr gratulierten Prof. Dr. Elmar Forster, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Mittelfranken (von links), Dr. Ulrich Blaschke, ehrenamtlicher Stadtrat der Stadt Nürnberg und Laudatorin Annika Verter, Bayerisches Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft.
Mila Liams
Für Ann-Katrin Hartel (Mitte) ist der Preis der Kategorie Schmuck eine willkommene Finanzspritze für ihre neues Atelier. Ihr gratulierten Prof. Dr. Elmar Forster, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Mittelfranken (von links), Dr. Ulrich Blaschke, ehrenamtlicher Stadtrat der Stadt Nürnberg und Laudatorin Annika Verter, Bayerisches Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft.
Für Gold- und Silberschmiedin Ann-Kathrin Hartel aus Nürnbergkam der Sieg in der Kategorie Schmuck zur richtigen Zeit: Die Gold- und Silberschmiedin ist gerade dabei, ein eigenes Atelier aufzubauen. Annika Verter, vom Bayerischen Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft, übernahm die Laudatio in Vertretung von Prof. Susa Mackert von der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg: „Schmuck als Handlung im öffentlichen Raum, Schmuck als Geste und Öffnung, Schmuck in seiner wohl bestechendsten Fähigkeit - der Dialogfähigkeit. Nicht zuletzt darin wurde die Jury durch das Berühren und dem aktiven Erleben dieser Arbeit von den überraschenden Impulsen, die diese Arbeit transportiert, überzeugt.“

Die aus Armenien stammende Elisa Kokeyan wurde mit dem Gesellenpreis 2019 ausgezeichnet. Strahlende Gesichter auch bei Prof. Dr. Elmar Forster, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Mittelfranken (von links), Susanne Spitz, Obermeisterin der Maßschneider-Innung Nürnberg-Fürth-Erlangen und Konrad Beugel, Referent für Wirtschaft und Finanzen der Stadt Erlangen.
Mila Liams
Die aus Armenien stammende Elisa Kokeyan wurde mit dem Gesellenpreis 2019 ausgezeichnet. Strahlende Gesichter auch bei Prof. Dr. Elmar Forster, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Mittelfranken (von links), Susanne Spitz, Obermeisterin der Maßschneider-Innung Nürnberg-Fürth-Erlangen und Konrad Beugel, Referent für Wirtschaft und Finanzen der Stadt Erlangen.
Den Gesellenpreis 2019 erhielt Maßschneiderin Elisa Kokeyan aus Erlangen für ihr Gesellenstück, ein dreiteiliges Ensemble. Die strahlende Armenierin, die erst vor fünf Jahren nach Deutschland kam, wurde von Laudatorin Susanne Spitz, Obermeisterin der Maßschneider-Innung Nürnberg-Fürth-Erlangen zu ihrem Sieg beglückwünscht und auf der Bühne herzlichst gedrückt. „ Das dreiteilige Ensemble von Elisa ist Handwerkskunst vom Feinsten“, so der Kommentar der Maßschneidermeisterin, „ Elisa hat feinste Materialien gekonnt zusammengestellt und verarbeitet und ihnen mit einem Kunstzitat, einem nachgestickten Frauenportrait von Pablo Picasso, einen perfekten künstlerischen Akzent verliehen.“

" Wir unterstützen das Kreativhandwerk"

Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Elmar Forster von der Handwerkskammer für Mittelfranken beschloss die Veranstaltung mit einem großen Dank an alle Mitwirkende. „Sie haben hier großartige Stücke eingereicht“, rief er den Teilnehmern des Wettbewerbs zu. „Unterstützen Sie uns auch beim nächsten Gestaltungspreis, der in zwei Jahren vergeben wird. Denn“, so der Hauptgeschäftsführer, „uns ist es ernst: Wir wollen das mittelfränkische Kultur- und Kreativhandwerk fördern und unterstützen.“

 





Die Ausstellung ist noch bis zum 25. April 2019 in der VR Bank Nürnberg, Am Tullnaupark 2, 90402 Nürnberg zu sehen.
Öffnungszeiten:
Montag, Dienstag und Donnerstag von 9.00 bis 17.00 Uhr,
Mittwoch und Freitag von 9.00 bis 13.00 Uhr.
Der Eintritt ist frei.

Die diesjährigen Preisträger sind:

  • Gestaltungspreis des Mittelfränkischen Handwerks, Kategorie Möbel + Skulptur: Benjamin Mangholz, Schreinermeister aus Tuchenbach
  • Gestaltungspreis des Mittelfränkischen Handwerks, Kategorie Wohnen + Leben: Uwe Weber und Roland Hermann, Metallbauermeister aus Langenzenn
  • Gestaltungspreis des Mittelfränkischen Handwerks, Kategorie Schmuck: Ann-Kathrin Hartel, Gold- und Silberschmiedin aus Nürnberg
  • Gesellenpreis: Elisa Kokeyan, Maßschneiderin aus Erlangen

 Mehr Informationen zum Gestaltungspreis 2019



Alle Nominierten

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