Statement vom 10. Juni 2026Frankenschnellweg: Stillstand ist keine Option.

Dr. Rainer-Johannes Wolf, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Mittelfranken, über die Dringlichkeit einer Entscheidung zum Frankenschnellweg.

Das Portrait eines Mannes. Er lächelt ein wenig.

"Nach fast 20 Jahren Planung braucht Nürnberg beim Frankenschnellweg Klarheit. Für das Handwerk und regionale Unternehmen ist verlässliche Erreichbarkeit ein entscheidender Standortfaktor. Staus und Umwege kosten Arbeitszeit, Geld und Wettbewerbsfähigkeit. Ein vollständiges „Zurück auf Los“ würde vor allem weitere Zeit kosten und führt nicht zwangsläufig zu einem besseren Ergebnis. Was wir brauchen, ist eine zeitnahe Lösung, die den Wirtschaftsverkehr planbarer macht, die Stadtteile entlastet und Nürnberg als Wirtschaftsstandort stärkt."

Stillstand kostet. Nürnberg braucht eine zeitnahe Lösung für den Frankenschnellweg



Einordnung

Bürgerentscheid am 28. Juni 2026

Die Nürnberger stimmen ab, ob die aktuellen Planungen für den kreuzungsfreien Ausbau sofort gestoppt werden sollen. Rund 380.000 Wahlberechtigte sind aufgerufen. Die Abstimmungsunterlagen wurden bereits verschickt.

Worum geht es konkret?

Geplant ist ein 1,8 Kilometer langer Tunnel im Abschnitt Mitte sowie eine Erweiterung im Abschnitt West. Kosten: knapp eine Milliarde Euro. Bayern hat eine Förderung von 80 Prozent der förderfähigen Kosten zugesagt, plus 100 Millionen Euro Sonderfinanzierung. Baubeginn Abschnitt West wäre laut Stadt Februar 2027 – sofern der Bürgerentscheid den Ausbau nicht stoppt.

Zur Finanzierung

Die Fördermittel für das Projekt sind zweckgebunden. Ein Stopp würde nicht bedeuten, dass die Mittel für andere städtische Aufgaben wie Schulen oder den öffentlichen Nahverkehr zur Verfügung stünden. Die Stadt müsste den Frankenschnellweg in jedem Fall sanieren – nur ohne die geplanten Verbesserungen.

Rechtslage

Das Bundesverwaltungsgericht hat im März 2025 alle Klagen gegen den Ausbau zurückgewiesen. Es besteht Baurecht.

Die Gegenposition

Die Initiative „Zurück auf Los" hat mehr als 11.000 Unterschriften gesammelt und setzt auf eine günstigere, schnellere Alternative. 

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