Statement vom 13. April 2026Energiesteuer runter ist keine Lösung
Dr. Rainer-Johannes Wolf, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Mittelfranken, bewertet die Senkung der Mineralölsteuer. Die Maßnahme wird begrüßt, reiche aber längst noch nicht aus.
Die Initiative der Bundesregierung, Entlastungsmaßnahmen auf den Weg zu bringen, wird im Handwerk positiv bewertet. Die geplante Senkung der Energiesteuer reicht jedoch nicht aus, um die dauerhaft hohen Kosten spürbar zu senken. Entscheidend ist, dass Entlastungen zielgerichtet ankommen und die strukturellen Belastungen wirksam verringern.
„Dass die Bundesregierung jetzt entlastend eingreifen will, begrüßen wir“, erklärt Hauptgeschäftsführer Dr. Rainer-Johannes Wolf. Entscheidend sei jedoch, dass die Maßnahmen so ausgestaltet werden, dass die Entlastung unmittelbar bei den Handwerksbetrieben ankommt – und nicht auf dem Weg dorthin verpufft.
Der Effekt ist zeitlich begrenzt und greift zu kurz, um die strukturell hohen Kosten nachhaltig zu senken.
Zwar könnten insbesondere mobilitätsabhängige Betriebe direkt von niedrigeren Spritkosten profitieren. Dennoch bleibt die Maßnahme aus Sicht des Handwerks unzureichend. „Der Effekt ist zeitlich begrenzt und greift zu kurz, um die strukturell hohen Kosten nachhaltig zu senken“, so Wolf. Zudem bestehe die Gefahr, dass Teile der Entlastung bei den Mineralölkonzernen verbleiben, statt bei den Betrieben und Handwerkern wirksam zu werden.
Angesichts anhaltend hoher Belastungen bei Energie, Material und Löhnen fordert das Handwerk daher gezielte und dauerhafte Entlastungen. „Ohne verlässliche und langfristige Lösungen wird es für viele Betriebe weiter schwierig.“