Sieben Personen am Konferenztisch, im Hintergrund Kennzahlen zum Handwerk in Mittelfranken 2025
Handwerkskammer für Mittelfranken

Handwerkskammer trifft Landrat Ben SchwarzBerufsschulen stärken, Bauanträge digitalisieren

Im Rahmen eines Gesprächs über die Zukunft traf die Handwerkskammer für Mittelfranken auf Landrat Ben Schwarz, Thorsten Weich von der Unternehmerfabrik Roth sowie Vertreterinnen und Vertreter des Landratsamts Roth. Im Mittelpunkt standen zwei Themen, die für die Zukunft des Handwerks im Landkreis von großer Bedeutung sind: die Stärkung der Berufsschulstandorte und die Digitalisierung des Bauantragsverfahrens.

Ein zentrales Anliegen war die Zukunft der Berufsschulstandorte im Landkreis Roth. Handwerkskammer und Landratsamt wollen sich gemeinsam dafür einsetzen, dass diese gestärkt werden. Dabei spielt auch das Thema Ausbildung eine wichtige Rolle: Damit Auszubildende – aber auch Fachkräfte – Wohnen und Arbeiten gut miteinander vereinbaren können, müssen Berufsschule, Wohnort und Betrieb gut erreichbar zueinander liegen. Ein konkreter Ansatzpunkt ist dabei das bestehende Azubiwohnheim im Landkreis Roth: Handwerkskammer und Landratsamt möchten das dortige Angebot gemeinsam noch bekannter machen. Auch innerhalb der Handwerkskammer soll die Abteilung Ausbildungsakquise entsprechend für dieses Angebot sensibilisiert werden.

Ein weiteres wichtiges Gesprächsthema betraf die Bauverwaltung: Der digitale Bauantrag wird ab kommendem Jahr verpflichtend. Um Handwerksbetriebe bei der Umstellung zu unterstützen, verständigten sich Julia Kawerin von der Bauaufsichtsbehörde und Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer Dr. Rainer-Johannes Wolf darauf, Betriebe im neuen Verfahren zu begleiten. Der digitale Bauantrag bedeutet dabei nicht nur eine spürbare Bürokratieentlastung, sondern sorgt auch für mehr Transparenz und Planbarkeit in den Bauprozessen.

Der Austausch steht im Zusammenhang mit den Forderungen, die die Handwerkskammer für Mittelfranken zur Landtagswahl an die Politik formuliert hat. Die Kammer bleibt dazu kontinuierlich mit Vertreterinnen und Vertretern der Politik in ganz Mittelfranken im Dialog, um die Umsetzung der Anliegen des Handwerks im Blick zu behalten.