Einstiegsqualifizierung (EQ)

Die betriebliche Einstiegsqualifizierung (EQ) ist ein, im Rahmen des Ausbildungspaktes entwickeltes betriebliches Langzeitpraktikum, das jungen Menschen mit eingeschränkten Vermittlungsperspektiven als Brücke in die Berufsausbildung dient.

In einem Zeitraum von sechs bis maximal zwölf Monaten bietet die Einstiegsqualifizierung Jugendlichen die Möglichkeit, zu zeigen was in Ihnen steckt. Betriebe können den potentiellen Fachkräftenachwuchs besser kennen lernen und mehr von den praktischen Begabungen sehen, als Schulzeugnisse aussagen. Im Idealfall ist eine Einstiegsqualifizierung so terminiert, dass zum Beginn des nächsten Ausbildungsjahres ein nahtloser Übergang in Ausbildung möglich ist. Je nach Eignung und Leistung in der Einstiegsqualifizierung kann diese auf eine anschließende Ausbildung angerechnet werden.

Grundlage einer Einstiegsqualifizierung bildet ein zwischen Betrieb und Jugendlichem (bzw. dessen Sorgeberechtigtem) geschlossener Vertrag. Tätigkeiten und Inhalte orientieren sich an den anerkannten Ausbildungsberufen. Für etliche Berufe hat die Handwerksorganisation Qualifizierungsbausteine entwickelt.

Arbeitgeber, die eine betriebliche Einstiegsqualifizierung durchführen, können Zuschüsse zur Vergütung bis zu einer Höhe von 243 Euro monatlich (ab 1. August 2020 Erhöhung auf 247 Euro) zuzüglich eines pauschalierten Anteils am durchschnittlichen Gesamtsozialversicherungsbeitrag erhalten.

Die Förderung muss bei der Bundesagentur für Arbeit im Vorfeld beantragt werden.