Welche Corona-Hilfen gibt es?

Ein Auszug finanzieller Hilfen für Ihren Betrieb

Überbrückungshilfe III 

  • Erst- und Änderungsanträge können bis 31.10.2021 gestellt werden
  • Betrifft den Förderzeitraum 11/2020 bis 06/2021
  • Betrifft Monate mit Umsatzeinbruch von mindestens 30% in einem Monat im Vergleich zum Referenzmonat 2019
  • Förderung betrieblicher Fixkosten, z.B. Mieten, Pachten, Zinsen, Energiekosten
  • Förderbar sind auch Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen zur Umsetzung von Hygienekonzepten mit bis zu 20.000 Euro pro Monat. Das Hygienekonzept muss bei Beantragung eingereicht werden und wird überprüft. Gefördert werden könnte damit z.B. die Überdachung Außenbereich eines Cafés, um Plätze vom Innen- in den Außenbereich zu verlagern. Gefördert werden könnte auch die Umbaumaßnahme eines Friseursalons mit dem Ziel, größere Stuhlabstände zu haben. Dazu gehören dann z.B. neue Waschplätze, Zuleitungen, Möbel, und entsprechendes Lüftungssystem
  • Förderbar sind mobile Luftreiniger
  • Förderbar sind Anschaffungen und Erweiterung von elektronischen Aufzeichnungssystemen im Sinne des § 146a AO. Das sind z.B. moderne Registrierkassen mit TSE
  • Förderbar sind auch Investitionen in Digitalisierung mit einmalig bis zu 20.000 EUR für IT-Hardware (z.B. Laptop, PC, smartphone, Drucker/Scanner), Aufbau oder Erweiterung eines Online-Shops, Eintrittskosten bei großen Plattformen, Lizenzen für Videokonferenzsysteme, SEO-Maßnahmen, Website-Ausbau, etc.
  • Beantragung durch einen prüfenden Dritten (z.B. Ihr Steuerberater)
  • Weitere Details finden Sie hier

Überbrückungshilfe III Plus

  • Betrifft den Förderzeitraum 7/2021 bis 9/2021
  • Erst- und Änderungsanträge können bis 31.10.2021 gestellt werden
  • Voraussetzung sind Corona-bedingte Umsatzeinbrüche von mindestens 30 Prozent in jedem Monat im Zeitraum Juli bis September 2021 im Vergleich zum jeweiligen Referenzmonat 2019
  • Förderung betrieblicher Fixkosten, z.B. Mieten, Pachten, Zinsen, Energiekosten
  • Bedingungen entsprechen der Ü-Hilfe III; jedoch mit einigen Änderungen, u.a. wie folgt:

    • Neue branchenspezifische Sonderregelungen (z.B. für Veranstaltungsbranche)
    • Neue ergänzende Förderung mit der „Restart-Prämie“: Einführung einer Personalkostenhilfe für Unternehmen, die im Zuge der Wiedereröffnung Personal aus der Kurzarbeit zurückholen, neu einstellen oder anderweitig die Beschäftigung erhöhen
  • Beantragung durch einen prüfenden Dritten (z.B. Ihr Steuerberater)
  • Weitere Details finden Sie hier.

Eigenkapitalzuschuss

  • Unternehmen, die in mindestens drei Monaten im Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021 einen Umsatzeinbruch von jeweils mehr als 50 % erlitten haben, erhalten einen Eigenkapitalzuschuss. Dieser dient der Substanzstärkung von Unternehmen und wird zusätzlich zur regulären Förderung der Überbrückungshilfe III gewährt
  • Höhe: bis zu 40% des Betrages, den ein Unternehmen für erstattungsfähige Fixkosten bekommt
  • Für Sonderregelungen geltend gemachte Fixkosten (z.B. Investitionen in Digitalisierung) fallen nicht unter den Eigenkapitalzuschuss
  • Beantragung durch einen prüfenden Dritten (z.B. Ihr Steuerberater)
    Weitere Details finden Sie hier 

Neustarthilfe



  • Alternativ zur Überbrückungshilfe III
  • Erst- und Änderungsanträge können bis 31.10.2021 gestellt werden
  • Für Soloselbständige (auch mit Beteiligung an Personengesellschaft GbR, OHG, KG) mit max. 1 Teilzeitkraft
  • Für Kapitalgesellschaften (z.B. GmbH) mit einem oder mehreren Gesellschaftern und mit max. 1 Teilzeitkraft
  • Betrifft den Förderzeitraum Januar bis Juni 2021 (01-06/2021)
  • Sie waren schon VOR dem 01.05.2020 selbständig bzw. die Gesellschaft wurde VOR dem 01.05.2020 gegründet
  • Umsatzabhängige Förderung bis zu 7.500 EUR für Soloselbständige und Ein-Personen-Kapitalgesellschaften
  • Umsatzabhängige Förderung bis zu 30.000 EUR für Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften
  • Die Neustarthilfe wird nicht auf Leistungen der Grundsicherung angerechnet
  • Im Zeitraum 07-12/2021 erstellen Sie eine Endabrechnung mit den tatsächlich erzielten Umsätzen; bei Umsatzeinbrüchen von über 60% kann der Vorschuss in voller Höhe behalten werden. Ansonsten sind anteilige Rückzahlungen fällig
  • Unternehmen und Soloselbstständige haben hierbei ein nachträgliches Wahlrecht zwischen Neustarthilfe und Überbrückungshilfe III zum Zeitpunkt der Schlussabrechnung.
  • Soloselbständig können selbst beantragen (digital mit dem ELSTER-Zertifikat) oder durch einen prüfenden Dritten (z.B. Ihr Steuerberater);
    Selbständige mit Personen- oder Kapitalgesellschaften können nur über einen prüfenden Dritten beantragen
  • Weitere Details finden Sie hier

Neustarthilfe Plus

  • Betrifft den Förderzeitraum 7/2021 bis 9/2021
  • Erst- und Änderungsanträge können bis 31.10.2021 gestellt werden
  • Alternativ zur Überbrückungshilfe III / Überbrückungshilfe III Plus
  • Bedingungen entsprechen der Neustarthilfe; jedoch mit einigen Änderungen, u.a. wie folgt:

    • Vorschuss (Betriebskostenpauschale) maximal 4.500 Euro für Soloselbstständige und Ein-Personen-Kapitalgesellschaften
    • maximal 18.000 Euro für Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften und Genossenschaften im gesamten Bezugszeitraum
    • Kann zunächst nur per Direktantrag im eigenen Namen beantragt werden
  • Weitere Details finden Sie hier

Härtefallhilfe

  • Beantragbar von Unternehmen, die ihren Sitz/Betriebsstätte in Bayern haben

  • Unternehmen, die bereits Corona-Hilfen bekommen haben, sind für diese Zeiträume nicht antragsberechtigt

  • Unternehmen und Selbständige sind antragsberechtigt, wenn der Umsatz im jeweiligen Fördermonat coronabedingt um mindestens 30 % gegenüber dem Vergleichszeitraum zurückgegangen ist. Als Vergleichszeitraum kann wahlweise den Umsatz im entsprechenden Monat im Jahr 2019 oder der monatliche Durchschnitt des Jahresumsatzes 2019 herangezogen werden

  • Ein Härtefall liegt vor, wenn aufgrund eines Liquiditätsengpasses die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten aus dem fortlaufenden erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand zu begleichen

  • Förderfähig sind die gemäß Überbrückungshilfe III förderfähigen Kosten. Zusätzlich sind Kosten ansetzbar, die außerhalb des eigentlichen Förderzeitraumes anfallen (z.B. jährlich anfallende Versicherungen, Gebühren) und ein sog. Unternehmerlohn i.H. 1.180 EUR p.M., wenn in der Gewinn- und Verlustrechnung des Antragstellers kein Geschäftsführergehalt enthalten ist und ansonsten keine betrieblichen Fixkosten geltend gemacht werden

  • Diese Hilfe beträgt maximal 100 TEUR je Antragsteller; die Prüfung erfolgt einzelfallbasiert durch eine Kommission
    Beantragung durch einen prüfenden Dritten (z.B. Ihr Steuerberater)
    Details finden Sie hier 

Kurzarbeitergeld

  • Erleichterte Beantragung von Kurzarbeitergeld im Zuge der Corona-Krise
  • Zur Einführung von Kurzarbeit bedarf es einer entsprechenden tarif- oder arbeitsvertraglichen Regelung oder einer Einverständniserklärung durch die Beschäftigten
  • Hauptzweck der Kurzarbeit besteht darin, bei einem vorübergehenden, nicht vermeidbaren und erheblichen Arbeitsausfall, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden und damit Arbeitsplätze zu sichern.
  • Details finden Sie hier

Grundsicherung für Selbständige

  • Laufend beantragbar
  • Veränderte und günstigere Bedingungen bezüglich Altersversorgung, Ersparnisse und Miete
  • Fragen und Beantragung über die Service-Hotline  0800 45555 21
  • Details finden Sie hier

Ausbildungsplätze sichern

Ausbildungsprämien für den Erhalt von Ausbildungsplätzen
Zuschuss zur Vermeidung von Kurzarbeit
Übernahmeprämie
Lockdown-II-Sonderzuschuss für Kleinsbetriebe mit bis zu 4 Beschäftigen
Details finden Sie hier 

Weitere Hilfen

  • Stundung von Beiträgen bei Berufsgenossenschaften, Finanzamt, Krankenkassen, etc.:  Bitte fragen Sie dort direkt an
  • Förderkredite, Details finden Sie auf der Homepage der Kfw-Bank bzw. der LFA-Förderbank Bayern
  • Entschädigungszahlung bei Tätigkeitsverbot, Details finden Sie hier

Bei Detailfragen zu November-/Dezemberhilfe und Überbrückungshilfe wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater oder an die Hotline der IHK München: 089 5116-1111. Bei allen anderen Fragen können Sie gerne Ihren zuständigen Betriebsberater ansprechen.

(Stand 02.08.2021)