Welche Betriebe dürfen öffnen? Was bedeutet die Ausgangs- bzw. Kontaktbeschränkung?

Dürfen Handwerksbetriebe öffnen?

Wichtige Informationen für alle handwerklichen Dienstleister


Laut "Bayern‐Plan Corona‐Krise und Wirtschaft" des Bayerischen Wirtschaftsministeriums dürfen seit dem 6. Mai 2020 Kunden wieder alle handwerklichen Dienstleister aufsuchen. Das bedeutet, dass beispielsweise

  • Kosmetikbetriebe,
  • Nagelstudios,
  • (Änderungs-) Schneidereien und
  • Fotostudios öffnen dürfen.

Es gelten für alle handwerklichen Dienstleister die allgemeinen Hygieneanforderungen (1,5 m Abstand zwischen den Kunden, Mund-Nasen-Bedeckung für Kunden und Personal, Hygiene- und ggfs. Parkplatzkonzept).



Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen Handwerksbetriebe beachten?
 

Es sind folgende Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten:

Der Betreiber hat durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass

  • grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 m zwischen den Kunden eingehalten werden kann,
  • das Personal soll eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen,
  • die Kunden sollen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, die sie entweder selbst mitbringen oder die ihnen im Rahmen der Verfügbarkeit vom Betreiber zur Verfügung gestellt wird,
  • falls ein Ladengeschäft betrieben wird: ein Kunde pro 20 qm Verkaufsfläche
  • der Betreiber hat stets ein Schutz- und Hygienekonzept (z.B. Einlasskontrollen, Mund-Nasen-Bedeckung) und, falls Kundenparkplätze zur Verfügung gestellt werden, ein Parkplatzkonzept auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen.

Die Hygieneanforderungen wurden insoweit gelockert, dass eine Mund-Nasen-Bedeckung dann nicht getragen werden muss, wenn die Art der Leistung sie nicht zulässt. Damit können beispielsweise Friseur- und Kosmetikbetriebe auch Gesichtsbehandlungen durchführen.



Wann gilt die Ausgangsbeschränkung und wann die Kontaktbeschränkungen?



Bis einschließlich 5. Mai 2020 galt die allgemeine Ausgangsbeschränkung. Seit dem 6. Mai 2020 entfällt die Ausgangsbeschränkung:

Im öffentlichen Raum gilt nur noch eine sogenannte Kontaktbeschränkung: Der Aufenthalt mehrerer Personen im öffentlichen Raum ist so zu gestalten, dass er höchstens den Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands, Ehegatten, Lebenspartner, Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandte in gerader Linie, Geschwister sowie eine weitere Person umfasst.

Ebenso gilt das Distanzgebot weiterhin: Wo immer möglich, ist ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 m einzuhalten.



Dürfen Bäcker, Konditoren, Metzger und Eisdielen ihre Essplätze weiterhin bewirten?



Nein. Hier gilt das Verbot für Gastronomiebetriebe jeder Art bis einschließlich 14. Juni 2020. Es gibt jedoch Ausnahmen dieses Verbots. Zulässig sind:

  • Die Abgabe und Lieferung von mitnahmefähigen Speisen und Getränken.
  • Der Betrieb von nicht öffentlich zugänglichen Betriebs- und Schulkantinen, wenn gewährleistet ist, dass
    • zwischen den Gästen ein Mindestabstand von 1,5 m eingehalten wird.
    • Der Betreiber hat ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen.

Weitere Ausnahmen sind seit dem 18. Mai 2020 zulässig:

  • Die Abgabe von Speisen und Getränken zum Verzehr an Ort und Stelle im Freien, insbesondere in Wirts- oder Biergärten, auf Freischankflächen oder bei Stehtischen vor einem Bäckerei-Cafe ohne Alkoholausschank
    • in der Zeit zwischen 6 und 20 Uhr,
    • wenn gewährleistet ist, dass zwischen allen Gästen entweder ein Mindestabstand von 1,5 m eingehalten wird oder geeignete  Trennvorrichtungen vorhanden sind. Das gilt nicht für Personen aus dem Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands, Ehegatten, Lebenspartner, Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandte in gerader Linie, Geschwister sowie eine weitere Person. 
    • Maskenpflicht gilt für das Personal im Servicebereich oder in Bereichen, in denen ein Mindestabstand von 1,5 m nicht eingehalten werden kann, sowie für die Gäste, solange sie sich nicht an ihrem Platz befinden.
    • Der Betreiber hat ein Schutz- und Hygienekonzept auf der Grundlage eines von den Staatsministerien für Gesundheit und Pflege und für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie bekannt gemachten Rahmenkonzepts für die Gastronomie auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen. Dieses Rahmenkonzept finden Sie in der rechten Serviceleiste.


Sollte sich jedoch das Infektionsgeschehen schlechter entwickeln, müssen die einschränkenden Maßnahmen länger bestehen bleiben. Einzelne Lebensbereiche, Einrichtungsarten, Betriebs- oder Berufsgruppen, bei denen Lockerungen vorgenommen wurden, können dann auch wieder beschränkte und befristete Einschränkungen erfahren.








(Stand: 5. Mai 2020, 21.30 Uhr)


(Stand: 13. Mai 2020)

Weitere Informationen finden Sie im Kurzartikel: Was bedeuten die Einschränkungen bei Freizeit und Gastronomie?



Dürfen Handwerker zu ihren Kunden fahren?

Ja. Alle Fahrten zur Ausübung der beruflichen Tätigkeiten sind zulässig. Das bedeutet, dass alle handwerklichen Arbeiten beim Kunden wieder möglich sind. Die Handwerker sollten aber auf einen Sicherheitsabstand von 1,5 m zum Kunden achten, soweit möglich.

Informieren Sie sich bei Ihrer jeweiligen Berufsgenossenschaft über Schutzmaßnahmen für Handwerkerinnen und Handwerker im Kundendienst.



Dürfen Mitarbeiter zur Arbeit fahren?

Ja. Die Fahrt zur Arbeit dient der Ausübung der beruflichen Tätigkeit; sie war und ist weiterhin zulässig.

Gerne beantworten wir Ihre Fragen zur aktuellen Coronakrise unter 0911 5309-220

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Montag bis Donnerstag  von 7.30 bis 17.00 Uhr
Freitag von 7.30 bis 14.30 Uhr



Wird ein sogenannter "Passierschein" noch empfohlen?

Nein. Die Einschränkung, dass die Wohnung nur aus einem trifftigen Grund verlassen werden kann, gilt nicht mehr.