Was bedeutet die Ausgangsbeschränkung?

Die Bayerische Staatsregierung hat am 20. März 2020 um 12:30 Uhr eine Ausgangsbeschränkung angeordnet. Jeder wird angehalten, die physischen und sozialen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Wo immer möglich ist ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 m einzuhalten.

 Gerne beantworten wir Ihre Fragen zur aktuellen Coronakrise unter 0911 5309-220

Sie erreichen uns
Montag bis Freitag von 8:00 bis 17:00 Uhr



Wie lange gelten die Ausgangsbeschränkungen

Vorerst vom 20.03.2020 ab 24:00 Uhr bis 19.04.2020, 24:00 Uhr.



Dürfen Handwerker noch zu ihren Kunden fahren?

Ja. Alle Fahrten zur Ausübung der beruflichen Tätigkeiten sind zulässig. Das bedeutet, dass alle handwerklichen Arbeiten beim Kunden weiterhin möglich sind. Die Handwerker sollten aber auf einen Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zum Kunden achten, soweit möglich.

Informieren Sie sich bei Ihrer jeweiligen Berufsgenossenschaft über Schutzmaßnahmen für Handwerkerinnen und Handwerker im Kundendienst.



Dürfen Mitarbeiter noch zur Arbeit fahren?

Ja. Die Fahrt zur Arbeit dient der Ausübung der beruflichen Tätigkeit und ist daher weiterhin zulässig.



Ist ein sogenannter "Passierschein" notwendig?

Unbedingt notwendig nicht, aber empfehlenswert. Bei einer Kontrolle durch die Polizei muss es möglich sein, den triftigen Grund der Fahrt glaubhaft zu machen. Da hilft natürlich eine Bestätigung des Arbeitgebers, dass der Mitarbeiter zur Arbeit oder etwa zu Baustelle fahren muss. Gerne können Sie unsere Muster in der rechten Serviceleiste nutzen. Der Auftrag des Kunden ist ebenfalls ein geeigneter Nachweis.



Dürfen Handwerksbetriebe öffnen?

Durch die Ausgangsbeschränkung hat sich zwar nichts an der Erlaubnis geändert, dass Handwerksbetriebe prinzipiell geöffnet bleiben dürfen, aber die Kunden dürfen den Betrieb nur noch aus triftigen Gründen besuchen.



Welche Handwerksbetriebe dürfen Kunden noch betreten?

  • Lebensmittelbetriebe wie Bäcker, Konditoren, Metzger. Eisdielen dürfen nur noch über die Theke zum Mitnehmen bzw. Essen vor der Eisdiele verkaufen.
  • Sanitätshäuser, Augenoptiker, Hörakustiker. Nach unserer Meinung auch Orthopädietechniker und Orthopädieschuhmacher, auch wenn diese Handwerke nicht ausdrücklich in der Allgemeinverfügung genannt sind, aber wohl vergleichbar mit Sanitätshäusern.
  • Kfz-Werkstätten. Damit vergleichbar sind nach unserer Einschätzung auch Motorrad- und Fahrradwerkstätten sowie Reifenwerkstätten, da diese Betriebe der Aufrechterhaltung der Mobilität dienen.
  • Reinigungen


Was wurde für Bäckereien und Konditoreien bezüglich der Ladenöffnungszeiten festgelegt?

Sie dürfen an Sonn- und Feiertagen zu den drei Stunden, die sie nach bisheriger Rechtslage schon immer öffnen durften, zusätzlich ihre Geschäfte von 12:00 bis 18:00 Uhr offenhalten.



Dürfen Bäcker, Konditoren, Metzger und Eisdielen ihre Essplätze weiterhin bewirten?

Nein. Hier gilt das Verbot für Gastronomiebetriebe jeder Art. Es ist nur noch der Verkauf über die Theke zum Mitnehmen möglich.



Was gilt für Friseur- und Kosmetikbetriebe sowie Nagelstudios?

Der Besuch von Friseurbetrieben wurde ausdrücklich untersagt. Das gleiche gilt nach unserer Einschätzung auch für Kosmetikbetriebe und Nagelstudios.

Die Allgemeinverfügung schließt das mobile Arbeiten beim Kunden nicht explizit aus. Jedoch besteht die Anweisung, zum Kunden möglichst 1,5 Meter Abstand zu halten. Damit schließt ein verantwortungsvolles Handeln in der Coronakrise ein mobiles Arbeiten aus.