Für seine Nusseckenprojekt hat Kai Küfner (Mitte) einen Anerkennungsurkunde im Rahmen des Umweltpreises der Stadt Nürnberg bekommen (von links nach rechts: Marcus König, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, Küfner-Mitarbeiterin Anna-Katharina Mayer, Kai Küfner; Wilhelm Scheuerlein, Handwerkskammer für Mittelfranken, Küfner-Mitarbeiterin Esta Kohler, Britta Walthelm, Umweltreferentin der Stadt Nürnberg).
Stadt Nürnberg
Für seine Nusseckenprojekt hat Kai Küfner (Mitte) einen Anerkennungsurkunde im Rahmen des Umweltpreises der Stadt Nürnberg bekommen (von links nach rechts: Marcus König, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, Küfner-Mitarbeiterin Anna-Katharina Mayer, Kai Küfner; Wilhelm Scheuerlein, Handwerkskammer für Mittelfranken, Küfner-Mitarbeiterin Esta Kohler, Britta Walthelm, Umweltreferentin der Stadt Nürnberg).

Umweltpreis der Stadt Nürnberg

Meister Küfners Nussecken mit Anerkennungsurkunde geehrt

„Was Mozart für die Musik war, ist er für Nussecken“ ein besseres Urteil eines Fans kann der „Meister der Nussecken“, Kai Küfner aus Großgründlach, sich nicht wünschen. Gerade hat er für #diebestenNusseckenseitesNusseckengibt eine Anerkennungsurkunde beim Umweltpreis der Stadt Nürnberg verliehen bekommen. „Zu Recht“, sagte Laudator Wilhelm Scheuerlein, „wenn man diese beeindruckende Leistung betrachtet.“

Nussecken in Afrika

Die Geschichte von Küfners Nussecken begann in Tansania, Afrika. Dort arbeitete er als Bäckermeister vier Jahre in der Entwicklungszusammenarbeit. Im Usa River Rehabilitation & Training Center (URRC) sollten junge Menschen mit Behinderung in einer Bäckerei ausgebildet werden. Kai Küfners Aufgabe war es, diesen Ausbildungszweig aufzubauen. Und Küfners Nussecke war ein Produkt, das er dort aus den lokal erhältlichen Zutaten entwickelte, herstellte und verkaufte. Deshalb verarbeitete er für die „Urnussecke“ auch Erdnüsse statt Hasel- oder Walnüsse. „Zugegeben, ich war nie ein großer Fan von Nussecken.“ gesteht er freimütig „und eine Nussecke war damals für mich wohl eines der letzten Produkte, die ich bei einem privaten Bäckereieinkauf in Deutschland gekauft hätte.“ Aber der Erfolg seiner Nussecken, die an Besucher des Centers verkauft wurden, ließ ihn auch nach seiner Rückkehr nach Deutschland nicht los. Und so kam es, dass er sich mit seinem „afrikanischen“ Erfolgsrezept in Großgründlach mit seiner Nusseckenmanufaktur via Crowdfunding schließlich selbstständig machte.

Nussecken aus Großgründlach

Kai Küfner in seiner Nussecken-Bäckerei
Küfner
Kai Küfner in seiner Nussecken-Bäckerei
Küfners Vision für seine Nußecken ist überzeugend: „Bio, Vegan, Fair, Handwerklich, Unverpackt, Palmfettfrei, Nachhaltig, Ehrlich und Lecker“, so wirbt er auf seiner Homepage. Nachhaltigkeit also auf voller Linie, wie auch Laudator Wilhelm Scheuerlein von der Handwerkskammer für Mittelfranken bei der Preisvergabe betonte.



  • „Wir produzieren so nachhaltig wie möglich und beziehen unsere Zutaten soweit wie möglich aus der Region.“
    Das hält die Lieferwege kurz, spart Energie und unterstützt die regionale Wirtschaft.
  • „Wir sind biozertifiziert, deshalb sind nahezu 100 Prozent unserer Zutaten biologisch.“
    Als Rohstofflieferanten hat Küfner einen Biogroßhändler aus dem nahen Erlangen gewählt, der nicht nur auf bio-fair-trade-Produkte spezialisiert ist, sondern auch auf die Umweltverträglichkeit seiner Verpackungen achtet.
  •  „Unsere Schokolade beziehen wir direkt von einem Schokoladenfabrikanten in Ghana.“
    Noch mehr Fairtrade geht nicht: für eine Tonne Schokolade bleiben nicht wie konventionell 2.000 Dollar im Land, sondern 10.000 Dollar. Küfner unterstützt somit dort die lokale Wirtschaft.
  • „Nur eine einzige Sorte unserer insgesamt 13 verschiedenen Sorten ist nicht vegan.“
    Damit möchte Küfner zeigen, dass auch Produkte ohne tierische Zutaten durchaus lecker schmecken. 
  •  „Bei uns steht der erste verpackungsfreie Nuss-Ecken-Automat.“
    Die Verpackung ist gerade bei Süßigkeiten ein großes Problem. Jährlich landen Tonnen von Plastikverpackungen im gelben Sack. Küfner dagegen ist Verbandsmitglied bei Unverpackt e.V., einer Initiative, die sich den Themen Müllvermeidung und verpackungsfreiem Einkauf widmet.
    Am Nussecken-Automaten zieht man sich seine Nussecken in Pfandbehältern, die man wieder zurückgeben kann. Zusätzlich kooperiert Küfner mit Unverpacktläden.

Mit dem Umweltpreis der Stadt Nürnberg wurden in diesem Jahr unter dem Motto „Urbanes Grün für Klima & Ernährung“ herausragenden Leistungen zum Schutz der Umwelt und zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung aus, die im Stadtgebiet wirksam werden oder einen Bezug zu Nürnberg haben, geehrt. Erfreuliche 60 Bewerbungen gingen beim Referat für Umwelt und Gesundheit ein. Der Umweltpreis wird im Zweijahresrhythmus verliehen. Mehr Informationen zum Umweltpreis: