Meisterfrauen

UFH-Frauenfachtagung 2022

Zentrales Thema der diesjährigen Tagung der UnternehmerFrauen des Handwerks am 8. Juli auf der Internationalen Handwerksmesse (IHM) in München war die Rolle des Ehrenamtes und des Beitrages von Frauen in ehrenamtlichen Funktionen im Handwerk.

Zu Beginn der Veranstaltung betonte Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), in einem Grußwort die große Bedeutung des Ehrenamtes im Handwerk. 

„Ehrenamt und die Übernahme von Verantwortung haben im Handwerk eine lange Tradition. Handwerkerinnen und Handwerker ergreifen Initiative und bringen sich zum Wohle der Gesellschaft ein - wertegetragen und mit dem Bedürfnis, das gesellschaftliche Miteinander aktiv mitzugestalten. Ehrenamtliches Engagement ist der Stützpfeiler für viele Bereiche im Handwerk wie aber auch für die Gesellschaft insgesamt. Die UnternehmerFrauen im Handwerk leisten hierzu einen wertvollen Beitrag“, hob der ZDH-Präsident hervor.

Zu den Perspektiven im Ehrenamt in den Selbstverwaltungen der Krankenkassen tauschten sich die UnternehmerFrauen mit Frank Hippler von der IKK classic aus. Einigkeit bestand darüber, dass es bei einem solch ehrenamtlichen Engagement wichtig ist, Personen aus der Praxis zu beteiligen und die Sichtweise von Frauen einzubeziehen. Im Anschluss gab TV- Gesundheitsexpertin Dr. Nina Buschek einen Einblick in das Thema Digital Health und in das hier liegende Potenzial.

Im Anschluss daran stellte die ehemalige UFH-Bundesvorsitzende Heidi Kluth ihre Idee zur Einrichtung von Beiräten zu Frauen und Handwerk in den Handwerkskammern vor. Die HwK Braunschweig-Lüneburg-Stade plant bereits einen solchen einzurichten. Ziel ist es, dass das Handwerk für Frauen attraktiver werden soll. Die Beiräte sollen dazu beitragen, dass der Umgang mit Frauen in den Betrieben zur Normalität wird.

 „Nach solchen Veranstaltungen bin ich immer wieder begeistert, mit welchem Interesse und Beteiligungswillen die UnternehmerFrauen sich aktuellen Themen widmen, um ihren Teil einer gesellschaftlichen und politischen Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam die Zukunft eines starken Handwerks zu gestalten", resumierte die UFH-Bundesvorsitzende Tatjana Lanvermann.