Politische Standpunkte

Das Handwerk ist ein traditionell gewachsener leistungsfähiger und zukunftsorientierter Bestandteil unserer Wirtschaft und Gesellschaft. Als Handwerkskammer für Mittelfranken stehen wir für die kompetente und verantwortungsvolle Selbstverwaltung dieser Berufsgruppe. Wir bündeln die Interessen des Handwerks und bringen diese durchsetzungsstark und verantwortlich in den wirtschaftspolitischen Willensbildungsprozess ein.

Handwerk für ein weltoffenes Deutschland

Bei uns zählt nicht, wo man herkommt. Sondern wo man hinwill.

Das mittelfränkische Handwerk steht allen offen, die sich zu den Werten unserer Wirtschafts- und Gesellschaftsgruppe bekennen. An den Werkbänken, in den Backstuben und auf den Baustellen des Handwerks stehen seit jeher Menschen unterschiedlicher Nationalität zusammen. Wir wissen: Geschicklichkeit, Kreativität, Genauigkeit, Kundennähe und Verantwortungsbewusstsein sind universelle Ansprüche. Sie verbringen – unabhängig von Herkunft, Religion und Weltanschauung.

Als Mitte der Gesellschaft beobachten wir eine zunehmende Radikalisierung in Wort und Tat. Wir haben große Sorge um den sozialen Frieden in unserem Land, um das Bild unserer Heimat in der Welt und den Ruf des deutschen Wirtschaftsstandortes. 

Vor diesem Hintergrund stellt die Vollversammlung der Handwerkskammer für Mittelfranken (HWK Mfr) fest:

  • Das mittelfränkische Handwerk bekennt sich zu einem weltoffenen, liberalen und demokratischen Deutschland.
  • Das mittelfränkische Handwerk stellt sich gegen jede Form von Extremismus und Fremdenfeindlichkeit.
  • Das mittelfränkische Handwerk setzt sich für einen respektvollen Umgang miteinander ein.

Nürnberg, am 11. Dezember 2018

12-Punkte-Programm  Verkehr

Acht fränkische Wirtschaftskammern haben sich zu einer Kooperation zusammengeschlossen und ihre verkehrspolitischen Forderungen im "12-Punkte-Programm Verkehr" zusammengefasst. Dieses Forderungspaket wurde erstmals 2006 und 2011 vorgestellt und nun weiterentwickelt.

Bei der "Verkehrskonferenz Franken" in Nürnberg erläuterten die fränkischen Industrie- und Handelskammern und Handwerkskammern die aus ihrer Sicht vordringlichen Verkehrsprojekte in Nordbayern im Beisein der Bayerischen Verkehrsministerin Ilse Aigner und dem Parlamentarischen Staatssekretär Steffen Bilger mit Vertretern aus Politik und Verwaltung:

  • Die Wirtschaftsvertreter lobten die guten Baufortschritte, wie zum Beispiel die bereits zu 80 Prozent fertiggestellte A 3 zwischen Aschaffenburg und Würzburg, die ausgebaute A 6 im Süden Nürnbergs und die seit Ende 2017 in Betrieb genommene ICE-Neubaustrecke  Nürnberg – Erfurt – Berlin.
  • Bemängelt wurden der unzureichende Umsetzungsgrad bzw. die fehlende Prioritätensetzung. Dazu gehören im Fernstraßenbereich die A 6 in Richtung Ansbach / Heilbronn,  die A 73 sowie die Verlängerung der A 70 als leistungsfähige Bundesstraße im Raum Würzburg und Ostoberfranken. Unzufrieden ist die Wirtschaft in Franken auch mit den fehlenden Planungs- bzw. Baufortschritten bei überregionalen Schienenprojekten wie der Schienenmagistrale Frankfurt – Nürnberg – Passau oder Nürnberg – Marktredwitz – Prag.  Auch die Stagnation bei der Realisierung der S-Bahnstufe 3  nach Neustadt/Aisch und Hersbruck/Neuhaus ist  Teil der Kritik der Kammern.

Die gedruckte Broschüre können Sie sich gerne bei Frau Dr. Zehmer bestellen.



Strategiepapier "Zukunft. Handwerk. Nürnberg"

Die Handwerkskammer für Mittelfranken, die Kreishandwerkerschaft und die Stadt Nürnberg haben am 6. September 2012 das gemeinsam erarbeitete Strategiepapier "Zukunft. Handwerk.Nürnberg" unterzeichnet. Es ist das Ergebnis eines Dialogprozesses zwischen Wirtschaftsreferat und örtlichem Handwerk. Damit intensivieren die Handwerkskammer für Mittelfranken, die Kreishandwerkerschaft und die Stadt Nürnberg ihre Zusammenarbeit und fixieren Eckpunkte einer Strategie zur Stärkung des Nürnberger Handwerks, die sie gemeinsam umsetzen werden.

Die Strategie umfasst folgende Bereiche:

  • Situationsanalyse und Entwicklungspotenziale des Nürnberger Handwerks mittels einer wissenschaftlichen Studie
  • Fachkräftesicherung und Qualifizierung
  • demografischer Wandel
  • Flächen für Handwerksbetriebe
  • Existenzgründung und Existenzsicherung, Energieeinsparung, Energieeffizienz und Erneuerbare Energien
  • Einrichtung eines Runden Tisches zwischen Verwaltung und Handwerk
  • Veranstaltung gemeinsamer Beratertage und Imagebildung



Mittelstandspakt Bayern

Die bayerischen Handwerkskammern sind zusammen mit 44 Organisationen und der Bayerischen Staatsregierung zum Mittelstandspakt Bayern zusammengeschlossen. Ziel des Mittelstandpaktes ist es, kleine und mittlere Betriebe durch eine mittelstandsfreundliche Politik zu unterstützen und zu stärken. Denn sie brauchen konkrete Entlastung und Förderung um ihre Stärken auch in der aktuellen Krise einbringen zu können.





Ausbildung schützt vor Abschiebung

Um das zu gewährleisten, geht die Handwerkskammer für Mittelfranken und mit ihr der gesamte Bezirk neue Wege. So initiierte Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Elmar Forster eine Flüchtlingserklärung, die mittlerweile von den Städten Fürth, Nürnberg und Erlangen sowie den Landkreisen Fürth und Neustadt/Aisch-Bad Windsheim unterzeichnet wurde. Weitere Kommunen in ganz Franken haben bereits Interesse an einer Beteiligung bekundet. Durch diese Erklärung wird sichergestellt, dass jugendliche Flüchtlinge, die bis zum 21. Lebensjahr eine Lehre beginnen oder begonnen haben bis zum Abschluss der Lehre nicht abgeschoben werden.