Neue Förderprogramme

Sanierungswillige haben zukünftig die Wahl: Entweder sie schreiben Einzelmaßnahmen steuerlich ab, oder sie beantragen Investitionszuschüsse über die etablierten Programme.

Zu diesen Programmen gehören

  • das CO2-Gebäudesanierungsprogramm,
  • das Marktanreizprogramm für Wärme aus erneuerbaren Energien und
  • das Heizungsoptimierungsprogramm.

Steuerliche Absetzbarkeit von energetischen Sanierungsmaßnahmen und Heizungstausch

Absetzbarkeit über drei Jahre:

  • Im Jahr des Abschlusses der Maßnahme und im darauffolgenden Jhar können je sieben Prozent, max. 14.000 Euro pro Objekt abgesetzt werden
  • Im dritten Jahr sind es sechs Prozent der Aufwendungen oder max. 12.000 Euro pro Jahr pro Objekt
  • Ingesamt können 20 Prozent bzw.  max. 40.000 Euro je begünstigtes Objekt abgesetzt

Zusätzlich werden die Kosten für die Energieberatung mit 50 Prozent der Aufwendungen gefördert.

Voraussetzungen für die Förderung: 

  • das Objekt muss älter als zehn Jahre sein,
  • es muss sich dabei ausschließlich um selbstgenutztes Wohneigentum handeln,
  • und die Fachunternehmererklärung muss beigefügt werden

Wer ist Fachunternehmer?

  • Mauer- und Betonbauarbeiten,
  • Stukkateurarbeiten,
  • Maler- und Lackierungsarbeiten,
  • Zimmer-, Tischler- und Schreinerarbeiten,
  • Wärme-, Kälte- und Schallisolierungsarbeiten,
  • Steinmetz- und Steinbildhauarbeiten,
  • Brunnenbauarbeiten,
  • Dachdeckerarbeiten,
  • Sanitär- und Klempnerarbeiten,
  • Glasarbeiten,
  • Heizungsbau und –installation,
  • Kälteanlagenbau,
  • Elektrotechnik- und –installation,
  • Metallbau

Der jeweilige Fachbetrieb darf nur Maßnahmen bestätigen, die seinem Gewerk zugehörig sind.

BAFA-Förderprogramm "Heizen mit erneuerbaren Energien"

Die wesentliche Änderung am Marktanreizprogramm ist, dass von der Festbetragsförderung auf eine anteilige Förderung umgestellt wird. Grundlage für die Berechnung des Zuschusses sind die förderfähigen Kosten.

EE-Hybridheizungen, Biomasse- und Wärmepumpenanlagen werden grundsätzlich mit 35 Prozent der förderfähigen Kosten gefördert. Gas-Hybridanlagen und Solarkollektoranlagen werden grundsätzlich mit 30 Prozent der der förderfähigen Kosten gefördert. Gasbrennwertheizungen, die erst im Laufe von zwei Jahren um eine Technologiekomponente zur Nutzung erneuerbarer Energien erweitert werden, können eine Förderung von 20 Prozent der förderfähigen Kosten erhalten.

Außerdem wird der Ersatz von Ölheizungen durch eine Biomasse-Anlage, Wärmepumpe oder Hybridanlage mit einer zusätzlichen Prämie von zehn Prozentpunkten auf den ansonsten gewährten Fördersatz der zu errichtenden Anlage gewährt.

Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Wohnungseigentümergemeinschaften, Freiberufler, Kommunen, Unternehmen und andere juristische Personen.



HeizungstypNeubauBestand (Heizsystem mehr als zwei Jahre in Betrieb)
Hybridheizungen-

Erneuerbare Energien bis 35 Prozent 

Gas mit EE bis 30 Prozent

"Renewable Ready" Gas-Brennwertheizungen-Bis 20 Prozent, „renewable“-Nachrüstung muss innerhalb von zwei Jahren nach Einbau erfolgen
Solarkollektoranlagen30 ProzentBis zu 30 Prozent
Biomasseanlagen35 Prozentab 5 kW Nennwärmeleistung bis zu 35 Prozent
Effiziente Wärmepumpenanlagen35 ProzentBis zu 35 Prozent
Austauschprämie für Ölheizungen-Wird eine Ölheizung durch eine förderfähige Hybridheizung, Biomasseanlage oder Wärmepumpenanlage ersetzt, erhöht sich der gewährte Fördersatz um 10 Prozentpunkte.


Außerdem werden vom BAFA weiterhin Brennstoffzellen und Mini-KWK-Anlagen gefördert.