Auf dem Stadtplan erkennt man das Luftmuseum - suchen Sie die Zahl 29.
Handwerkskammer
Auf dem Stadtplan erkennt man das Luftmuseum - suchen Sie die Zahl 29.

Kulturfoyer auf Kulturfahrt nach Amberg

Man sieht sie nicht und trotzdem umgibt sie uns und unser aller Leben ist von ihr abhängig: Die Luft. Ihr hat Wilhelm Koch in Amberg ein ganzes Museum gewidmet, das auf dem Programm der Sommerkulturfahrt des Kulturfoyers stand.

Das Amberger Luftmuseum ist in der Altstadt direkt an dem Flüsschen Vils gelegenen sogenannten „Engelsburg“ aus dem 14. Jahrhundert einquartiert und bietet den Besuchern über drei Ebenen Wissenswertes und Vergnügliches zum Thema Luft. Gerade der Spaßfaktor kam bei den Führungen, an denen die Mitglieder des Kulturfoyers anlässlich ihrer Sommerkulturfahrt teilnahmen, nicht zu knapp. Magisch war der fliegende Teppich, den die Museumsbesucher scheinbar kraft ihrer Hände zum Aufsteigen bewegen konnten. Geschicklichkeit war beim Bedienen des Luftflippers gefragt. Erfolge wurden von der Maschine mit einem anerkennenden Pfiff belohnt. Viele Ausstellungsstücke wie der geknickte Kreis oder zu verschiedensten Funktionen umgebaute Laubstaubsauger stammen vom Museumsgründer Koch selbst und brachten die Besucher mit ihrem valentinesken Witz zum Schmunzeln. Und wer ob der vielen Eindrücke erschöpft war, der konnte beim Passieren der Luftrohrpost wieder neue Energie tanken.

Auftanken

Energie in Form von fester und flüssiger Nahrung konnten die Kulturfahrer dann beim Mittagessen im stilvollen Ambiente des Drahthammer Schlöss‘l tanken, bevor es am Nachmittag dann weiter zur Besichtigung der sogenannten Glaskathedrale ging.

Heiße Luft im Industriedenkmal

Das letzte von Bauhaus-Gründer Walter Gropius entworfene Industriedenkmal verdankt seinen Namen seiner an Sakralbauten erinnernden Form. Tatsächlich hat sich Gropius auch an den ägyptischen Pyramiden orientiert. In Wirklichkeit handelt es sich aber um eine in Auftrag von Philip Rosenthal gebaute und 1970 fertiggestellte Fabrikhalle, eine Glasbläserei, in der damals 500 Menschen arbeiteten. Das Gebäude beherbergte vier Brennöfen, an denen im Akkord mundgeblasene Gläser hergestellt wurden. Interessant ist die durch die spezielle Anordnung der Gebäude erzeugte Thermik, mit der die heiße Luft an den Brennöfen und die in der Produktion entstehenden Staubpartikel durch das oben offene Dach nach draußen befördert wurden. Die Brennöfen von gestern sind heute zwei vollautomatischen Anlagen gewichen, in denen ein österreichischer Glashersteller 8 Mio. Gläser pro Jahr herstellt. Im Bauhaus-Jubiläumsjahr war der Abstecher in die Glaskathedrale ein interessanter Abschluss der Sommerreise des Kulturfoyers. Für den Herbst wird ein Besuch im Europäischen Glasmuseum bei Coburg geplant.

Wenn Sie mehr über die Aktivitäten des Kulturfoyers wissen wollen, wenden Sie sich bitte an 

Agnes Graf-Then

Tel. 0911 5309-194
Fax 0911 5309-291
agnes.graf--at--hwk-mittelfranken.de