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Konjunkturbericht III. Quartal 2021

Das Handwerk in Mittelfranken: Erholungskurs setzt sich fort, ist aber kein Selbstläufer

Die schöne Botschaft für das mittelfränkische Handwerk im dritten Quartal 2021 lautet: Die konjunkturelle Erholung in den letzten Monaten erweist sich als robust und erreicht eine wichtige Plateauphase. Aber: Die Erholung nach der Corona-Pandemie ist kein Selbstläufer. Im Handwerk drohen die aus dem Takt geratenen Lieferketten die Erholung abzuschwächen und teils sogar auszubremsen. Rohstoffe, Vorprodukte und Waren fehlen in allen Handwerksbereichen, wodurch sich die Fertigstellung von Bauten verzögert oder Werkzeuge für die Industrieproduktion immer häufiger fehlen. Auch Privatkunden spüren die Engpässe zunehmend. Dadurch entgehen den Betrieben wichtige Umsätze, die sie gerade jetzt nach dem Ende der Corona-Lockdowns dringend bräuchten, um neue Liquidität und Substanz aufzubauen. Die Mittel für Zukunftsinvestitionen müssen die Betriebe zuerst erwirtschaften, bevor sie die Herausforderungen des Klimawandels oder der Digitalisierung angehen können.

Somit erwarten gewerkübergreifend nach den Ergebnissen der Konjunkturumfrage:

  • 88,9 Prozent (Vorquartal: 91,1 Prozent, Vorjahr: 82,1 Prozent) der befragten Handwerksbetriebe mindestens einen gleichbleibenden Geschäftsverlauf im vierten Quartal 2021.
  • Allerdings erwarten lediglich 14,2 Prozent der befragten Betriebe (Vorquartal: 15,8 Prozent, Vorjahr: 13,3 Prozent) eine Verbesserung der zukünftigen Geschäftslage. Dies zeigt die vorsichtige Einschätzung über die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung.
  • Einen steigenden oder wenigstens konstanten Auftragseingang prognostizieren 86,6 Prozent (Vorquartal: 89,5 Prozent, Vorjahr: 78,2 Prozent) der Betriebe.
  • Steigende oder wenigstens stabile Umsätze erwarten 86,9 Prozent (Vorquartal: 87,7 Prozent, Vorjahr: 76,1 Prozent).

Einschätzung der Geschäftslage im III. Quartal 2021
Handwerkskammer für Mittelfranken
Einschätzung der Geschäftslage im III. Quartal 2021

Durchschnittlicher Auftragsbestand in Wochen (III. Quartal 2021)
Handwerkskammer für Mittelfranken
Durchschnittlicher Auftragsbestand in Wochen (III. Quartal 2021)

Im Vergleich der beiden mittelfränkischen Planungsregionen zeigen sich Unterschiede in der Einschätzung der derzeitigen Geschäftslage sowie des kommenden Quartals.

  • Während in der Region Westmittelfranken 54,5 Prozent der Betriebe (Vorquartal: 54,6 Prozent, Vorjahr: 51,5 Prozent) ihre derzeitige Geschäftslage als gut angeben, sind es im Großraum Nürnberg 43,7 Prozent (Vorquartal: 49,6 Prozent, Vorjahr: 38,6 Prozent).
  • Mit Blick auf das vierte Quartal 2021 erwarten die Betriebe in der Region Nürnberg zu 74,7 Prozent (Vorquartal: 73,5 Prozent, Vorjahr: 65,3 Prozent) eine gleichbleibende Geschäftslage und zu 14 Prozent (Vorquartal: 18 Prozent, Vorjahr: 14,4 Prozent) eine verbesserte Situation.
  • In der Planungsregion Westmittelfranken rechnen 74,6 Prozent (Vorquartal: 79 Prozent, Vorjahr: 75,9 Prozent) der Handwerksunternehmen mit einer stabilen Geschäftslage und 14,7 Prozent (Vorquartal: 11,1 Prozent. Vorjahr: 11,1 Prozent) mit einer Verbesserung.

Den gesamten Konjunkturbericht können Sie hier nachlesen:

Durchschnittlicher Auftragsbestand in Wochen (III. Quartal 2021)
Handwerkskammer für Mittelfranken
Durchschnittlicher Auftragsbestand in Wochen (III. Quartal 2021)