Handwerker mit Blechblasinstrument
Thomas Einberger, www.argum.com

Handwerk in Mittelfranken

Auf dieser Seite finden Sie allgemeine Informationen zur Handwerksorganisation, Fakten und Zahlen zur Handwerkskammer für Mittelfranken oder das Wichtigste zu den Themen Urkunden und Ehrungen.

Handwerk in Mittelfranken:
Großteil der Betriebe spürt Auswirkungen der Pandemie

Der Start in den Frühling wurde dem mittelfränkischen Handwerk – wie auch der weltweiten Wirtschaft – gehörig verdorben. In einem bislang nicht für möglich gehaltenen Ausmaß hat der als Coronavirus bezeichnete Erreger SARS-CoV-2 gewissermaßen die Welt auf den Kopf gestellt. Die zuerst im
chinesischen Wuhan im Dezember 2019 festgestellte Infektion hat sich innerhalb weniger Wochen weltweit verbreitet und bereits jetzt zu  katastrophalen ökonomischen und sozialen Einschnitten geführt.

Unter den angeordneten Kontaktbeschränkungen und Schließungen litten mit Blick auf das Handwerk vor allem die verbrauchsnahen Dienstleister, Gesundheits- und Lebensmittelhandwerke, sowie Kfz-Werkstätten. Oft bleiben die Kunden aus Verunsicherung oder Vorsicht fern. Der damit einhergehende Konsumeinbruch spiegelt sich in der gegenwärtigen Situation des mittelfränkischen Handwerks wider. Einzig die Bau- und Ausbauhandwerke konnten u.a. durch das gute Auftragspolster ihre Tätigkeit noch mehr oder weniger störungsfrei fortsetzen.

  • Weniger als ein Drittel der befragten Betriebe (31,7 Prozent, Vorquartal: 48,3 Prozent, Vorjahr: 63,9 Prozent) befinden sich demnach in einer guten wirtschaftlichen Situation. 38 Prozent (Vorquartal: 36,2 Prozent, Vorjahr: 31,3 Prozent) sehen ihre Situation als befriedigend an.
  • 30,3 Prozent (Vorquartal: 15,5 Prozent, Vorjahr: 4,8 Prozent) geht es schlecht.
  • Auch die geäußerten Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Geschäftslage spiegeln die gedämpfte Stimmung wider: Nur noch 17,1 Prozent erwarten zukünftig eine bessere Geschäftslage.

Der Blick auf die einzelnen Handwerksgruppen zeigt im Wesentlichen die doch recht heterogenen Auswirkungen der Corona-Pandemie.

  • Das Bauhauptgewerbe hat zunächst die besten Voraussetzungen: So sind 90 Prozent (Vorquartal: 93,5 Prozent, Vorjahr: 93,5 Prozent) der Betriebe des Bauhandwerks mindestens zufrieden.
  • Getragen durch das gute Konsumklima und die starke Bautätigkeit im Jahr 2019 sind auch bei den Betrieben des Ausbauhandwerks 76,9 Prozent (Vorquartal: 88,4 Prozent; Vorjahr: 98,9 Prozent) mit der derzeitigen Geschäftslage mindestens zufrieden.
  • Die Handwerke für den gewerblichen Bedarf werden nicht nur durch die Corona-Pandemie stark beeinflusst. Die Schwäche der deutschen Exportindustrie und der Wandel in der Automobilindustrie hat den Bereich der handwerklichen Zulieferer bereits vorher getroffen. Durch den flächendeckenden Stopp in der Automobilherstellung sehen nur noch 60,5 Prozent (Vorquartal: 80,7 Prozent, Vorjahr: 94,4 Prozent) der Betriebe des gewerblichen Bedarfs ihre wirtschaftliche Lage als gut oder zufriedenstellend. Vermutlich wird sich die Situation durch die Rezession und die damit einhergehende sinkende Nachfrage nach Investitionsgütern nicht so schnell verbessern.
  • Das Kraftfahrzeughandwerk spürt – wenn auch die Kraftfahrzeugwerkstätten in der Pandemie als "systemrelevant" galten und Reparaturen weiterhin ausgeführt werden durften,– bereits deutliche Auswirkungen. Die coronabedingten Auswirkungen betrafen sowohl die Kfz-Werkstätten als auch die Händler mit angeschlossenen Werkstätten. Durch geschlossene Autohäuser und Zulassungsstellen verkauften Kfz-Betriebe fast keine Fahrzeuge mehr. Die Corona-Pandemie sorgte auch in den Kfz-Werkstätten durch Kurzarbeit, eingeschränkte Arbeitsabläufe sowie durch Engpässe bei der Ersatzteilbeschaffung für spürbare Umsatzeinbußen. Nur noch 9,1 Prozent der befragten Betriebe bewerten die derzeitige Geschäftslage als gut. 63,6 Prozent (Vorquartal: 79,5 Prozent, Vorjahr: 95,8 Prozent) der Kfz-Handwerker bewerten ihr Geschäftsklima noch mit mindestens befriedigend.
  • Das Lebensmittelhandwerk ist ebenfalls von der Corona-Pandemie betroffen, wobei sich derzeit ein recht heterogenes Bild darstellt. Metzgereien, Bäckereien und Konditoren durften aufgrund der Systemrelevanz weiterhin geöffnet bleiben. Manche Betriebe konnten ihre Umsatzeinbußen durch die Schließung der Café-Bereiche bzw. Sitzmöglichkeiten bei Heißen Theken sowie den Wegfall von Catering durch das Ladengeschäft kompensieren. Bei anderen Betrieben war jedoch ein wesentlicher Teil der Verkaufskanäle weggebrochen. Insgesamt sind die Folgen derzeit noch nicht absehbar. Auch die Verunsicherung der Konsumenten spiegelt sich in der gegenwärtigen Geschäftslage wider. 23,8 Prozent (Vorquartal: 46,7 Prozent, Vorjahr: 53,8 Prozent) der Lebensmittelhandwerke bewerten ihre derzeitige Geschäftslage als gut. 38,1 Prozent (Vorquartal: 20,0 Prozent, Vorjahr: 7,7 Prozent) der befragten Betriebe befinden sich derzeit in einer schlechten Geschäftslage. Als mindestens befriedigend geben 61,9 Prozent (Vorquartal: 80 Prozent, Vorjahr: 92,3 Prozent) der Betriebe ihre derzeitige Lage an.
  • Im Bereich Gesundheit und persönliche Dienstleistungen sind deutliche Auswirkungen durch die Corona-Pandemie zu verzeichnen. Mitte März waren viele Handwerker in dieser Gewerbegruppe von den Schließungen betroffen, die Umsätze brachen weg. Die derzeit geltenden Hygieneauflage sowie die Verunsicherung der Kunden stellen das Handwerk zusätzlich vor eine Herausforderung. Demnach schätzen lediglich 13,8 Prozent der befragten Betriebe (Vorquartal: 27,2 Prozent, Vorjahr: 43,9 Prozent) ihr derzeitige Geschäftslage als gut ein. Insgesamt beurteilen 51,8 Prozent ihre Situation als mindestens befriedigend (Vorquartal 72,7 Prozent, Vorjahr 90,2 Prozent).

Handwerksorganisationen

Die Organisation des Handwerks hat eine lange Tradition, die mit den Zünften ihren Anfang nahm. Heute steht die Handwerksstruktur auf zwei Säulen: Handwerkskammern und Innungen. 

Die 54 Handwerkskammern in Deutschland sind die gesetzliche Vertretung aller deutschen Handwerker. Für die selbstständigen Handwerker besteht eine Pflichtmitgliedschaft in der für sie zuständigen Handwerkskammer. (Bezirksebene)

Sowohl bei den Handwerkskammern als auch bei den Innungen gibt es Zusammenschlüsse auf Landes- und Bundesebene, wie den Bayerischen Handwerkstag und den Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) in Berlin auf Seiten der Handwerkskammern.

Weitere Organisationen

Bayerischer Handwerkstag
Max-Joseph-Straße 4, 80333 München
www.dasbayerischehandwerk.de
bht@bht-muenchen.de
Präsident: Dipl.-Ing. Franz Xaver Peteranderl
Vizepräsident: Dr. Georg Haber
Vizepräsident: Konrad Steininger
Hauptgeschäftsführer: Dr. Frank Hüpers
Geschäftsführer: Dieter Vierlbeck

Unternehmerverband bayerisches Handwerk
Max-Joseph-Straße 4, 80333 München
Telefon 089 5575-01
Telefax 089 5575-22
info@ubh-bayern.de
Vorstandsvorsitzender: Konrad Steininger, Präsident Fachverband Schreinerhandwerk Bayern
Stv. Vorstandsvorsitzende: Gabriele Albert-Wurst, Vorsitzende LIV Maßschneiderhandwerk Bayern
Stv. Vorstandsvorsitzender: Günter Asemann, Vorsitzender der Konditoren-Innung Bayern
Geschäftsführer: Andreas Demharter



Arbeitsgemeinschaft der bayerischen Handwerkskammern
Max-Joseph-Straße 4, 80333 München
www.hwk-bayern.de
info@hwk-bayern.de
Präsident: Dipl.-Ing. Franz Xaver Peteranderl
Hauptgeschäftsführer: Dr. Frank Hüpers
Geschäftsführer: Dieter Vierlbeck



Zentralverband des Deutschen Handwerks e. V.
Mohrenstraße 20/21, 10117 Berlin
Telefon 030 20619-0
Telefax 030 20619-460
www.zdh.de
info@zdh.de
Präsident: Hans Peter Wollseifer
Generalsekretär: Holger Schwannecke

Zusammenschluss einzelner Handwerksberufe

Die Innungen bilden den Zusammenschluss der einzelnen Handwerksberufe. Sie vertreten vor allem die berufsspezifischen Belange und fördern gemeinsame gewerbliche Interessen der Innungs-Mitglieder. Auch bei der Lehrlingsausbildung wirken die Innungen mit. Die Mitgliedschaft bei einer Innung ist freiwillig. Sie finden hier ein alphabetisches Innungsverzeichnis aller mittelfränkischen Innungen.

Innungsverzeichnis nach Berufsgruppen

A BD E F G K L M O P R S T U Z



Kreishandwerkerschaften

Alle Innungen einer Stadt, eines Landkreises oder einer bestimmten Region bilden zusammen eine Kreishandwerkerschaft. In Mittelfranken gibt es sechs Kreishandwerkerschaften:

Kreishandwerkerschaft Westmittelfranken
Joh.-Seb.-Bach-Platz 24
91522 Ansbach
Telefon 0981 13269
Telefax 0981 15146
KHS-Ansbach@t-online.de
www.khs-ansbach.de
Kreishandwerksmeister: Kurt Held

Kreishandwerkerschaft Erlangen-Hersbruck-Lauf
Friedrich-List-Str. 1
91054 Erlangen
Telefon 09131 974768-0
Telefax 09131 974768-15
info@khs-erlangen.de
Kreishandwerksmeister: Markus Protze

Kreishandwerkerschaft Fürth
Fürther Freiheit 6
90762 Fürth
Telefon 0911 740850
Telefax 0911 74085-15
info@handwerk-fuerth.de
www.handwerk-fuerth.de
Kreishandwerksmeister: Konrad Ammon, jun.

Kreishandwerkerschaft Neustadt/Aisch-Bad Windsheim
Bismarckstraße 11
91413 Neustadt/Aisch
Telefon 09161 2273
Telefax 09161 5427
khs-nea-bw@t-online.de
Kreishandwerksmeister: Roland Mannke

Kreishandwerkerschaft Nürnberg
Rosenplütstraße 2
90439 Nürnberg
Telefon 0911 235888-0
Telefax 0911 235888-5
info@khw-nuernberg.de
www.khw-nuernberg.de
Kreishandwerksmeister: Achim Hanisch

Kreishandwerkerschaft Mittelfranken-Süd (Schwabach)
Reichenbacher Straße 22
91126 Schwabach
Telefon 09122 3089-0
Telefax 09122 3089-11
info@kreishandwerkerschaft-mittelfranken.de
www.handwerk-mittelfranken.de
Kreishandwerksmeister: Hermann Grillenberger

Unternehmerfrauen im Handwerk

Nicht selten sind Meisterfrauen Personalchefin, Buchhalterin, Marketing- und PR-Chefin sowie Sekretärin in einer Person. Daneben kümmern sie sich um die Kinder, sofern Nachwuchs vorhanden ist, und fungieren als Familienmanagerinnen. Als ruhender Pol und Schaltstelle der internen Kommunikation sind sie zudem Mittlerin zwischen Meister, Mitarbeitern und Kunden.

In Mittelfranken engagieren sich fünf regionale Arbeitskreise für die Belange der Meisterfrauen

Diese Arbeitskreise verstehen sich als:

  • ein Forum zum Erfahrungsaustausch.
  • Sie bauen Solidarität auf und repräsentieren die Meisterfrauen nach außen.
  • Sie bringen die Interessen der Meisterfrauen in Politik und Wirtschaft ein.
  • Sie fördern die Weiterbildung der Meisterfrauen durch vielfältige Angebote von Seminaren und Vorträgen.

Unternehmerfrauen Ansbach/Westmittelfranken e.V.

Ansprechpartnerin

Susanne Schwab, 1. Vorsitzende
91629 Weihenzell-Haasgang7
Telefon 09828 1282
Telefax 09828 608
susanne.schwab@gmx.de

Meisterfrauen Erlangen

 Anprechpartnerin

Alexandra Lang, 1. Vorsitzende
Südl. Stadtmauerstraße 34
91054 Erlangen
Telefon 09131 891111
Telefax 09131 891130
alexandra@vinzenz-lang.de

Unternehmerfrauen im Handwerk Neustadt/Aisch - Bad Windsheim

 Anprechpartnerin

Helga Romeis, 1. Vorsitzende
Altmannshausen 1
91477 Markt Bibart
Telefon 09162 8163 (Geschäft)
Telefax 09162 8567
info@romeisundsohn.de

UnternehmerFrauen im Handwerk Nürnberg - Fürth

Anprechpartnerin

Katrin Nießler
1. Vorsitzende
Melli-Beese-Str. 8
90768 Fürth
unternehmerfrauen@gmail.com

Unternehmer- /Meisterfrauen Mittelfranken-Süd

 Anprechpartnerin

Beate Schleier, 1. Vorsitzende
Friedhofsgässchen 3
91126 Schwabach - Dietersdorf
Telefon 0911 6324276
Telefax 0911 637924



Junioren des Handwerks

Die Junioren des Handwerks unterstützen junge Handwerkerinnen und Handwerker in ihren Aufgaben als Führungskräfte und Unternehmer oder bereiten sie darauf vor. Dadurch werden qualifizierte Nachwuchskräfte für das Handwerk und für das handwerkliche Ehrenamt herangebildet.  Sie fördern den Erfahrungsaustausch in der Gruppe und bieten gemeinsame Veranstaltungen, Fortbildungen oder Unternehmungen an. Die Junioren setzen sich in Gesprächen mit Vertretern der Politik, Wirtschaft und Verwaltung für die Interessen des Handwerks ein.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Kreishandwerkerschaft Mittelfranken-Süd.