Handwerk in Mittelfranken

Handwerkskonjunktur

Das Handwerk in Mittelfranken: Sichere Fahrt durch stürmische Gewässer

Seit dem 24. Februar 2022 wird die Entwicklung der deutschen Wirtschaft vor allem durch die russische Invasion in der Ukraine dominiert. Durch diesen Angriffskrieg sind in Deutschland extreme Preissteigerungen bei Energie und Rohstoffen zu beobachten. Auch Handelsströme und Lieferkettenbeziehungen werden beeinträchtigt. Die deutsche Wirtschaft weist zwar insgesamt nur eine relative geringe Handelsverflechtung mit Russland und der Ukraine auf. Eine hohe Abhängigkeit gegenüber Russland besteht allerdings bei Energieimporten sowie bestimmten Metallen. Die Inflationsrate in Deutschland wird im April 2022 voraussichtlich +7,4 Prozent betragen. Die Preise für Energie, aber auch für Nahrungsmittel trugen maßgeblich zu dem spürbar verstärkten Auftrieb des Preisniveaus bei.

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine zeigt: Energiesouveränität ist zu einer Frage nationaler und europäischer Sicherheit geworden. Die Unsicherheit über die weitere allgemeine wirtschaftliche Entwicklung für die deutsche Wirtschaft bleibt entsprechend hoch.

Das mittelfränkische Handwerk zeigt sich im ersten Quartal 2022 glücklicherweise trotz der Invasion in der Ukraine robust. Betrachtet man die Unsicherheit über die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen des Kriegs, die Schwierigkeiten bei den Lieferketten sowie die gestiegenen Preise für Energie und Rohstoffe, kann man langfristig eine volatile Entwicklung der Geschäftslage erwarten.

Auch in Mittelfranken ist und bleibt die Baubranche das Zugpferd der Handwerkskonjunktur. Mit 16,0 Wochen ist der Auftragsbestand überdurchschnittlich hoch (Durchschnitt über alle Gewerke: 10,7 Wochen) und im Vergleich zum Vorquartal (14,8 Wochen) nochmals angestiegen.

Aktuelle und zukünftige Geschäftslage

Nach der dynamischen Entwicklung der Coronapandemie im letzten Winter stabilisiert sich nun im Frühjahr die Lage des mittelfränkischen Handwerks.

  • 35,8 Prozent der befragten Betriebe (Vorquartal: 37,8 Prozent, Vorjahr: 38,3 Prozent) befinden sich demnach in einer guten wirtschaftlichen Situation.
  • 41,5 Prozent (Vorquartal: 37,7 Prozent, Vorjahr: 36,4 Prozent) sehen ihre Situation als befriedigend an und
  • 22,7 Prozent (Vorquartal: 24,5 Prozent, Vorjahr: 25,3 Prozent) geht es schlecht. 

Zusammengefasst verdeutlicht die Einschätzung, dass 77,3 Prozent (Vorquartal: 75,5 Prozent) der Handwerksbetriebe ihre Auftragslage als zufriedenstellend oder gut betrachten. Insofern zeigt sich das mittelfränkische Handwerk nach dem ersten Schock über den russischen Angriffskrieg in der Ukraine glücklicherweise widerstandsfähig.

Trotz der Unsicherheiten über enorme Preissteigerungen bei Energie und Rohstoffen sowie der Beeinträchtigung der Lieferketten lässt sich das mittelfränkische Handwerk in seiner Einschätzung der zukünftigen Geschäftslage nicht verunsichern. 81,0 Prozent (Vorquartal: 74,8 Prozent) der Handwerksbetriebe erwarten eine verbesserte oder gleiche Geschäftslage.

Im Detail: 19,8 Prozent (Vorquartal: 9,8 Prozent, Vorjahr: 18,2 Prozent) erwarten zukünftig eine bessere Geschäftslage. Ein Großteil der befragten Betriebe, 61,2 Prozent, geht von einer stabilen zukünftigen Geschäftslage aus (Vorquartal: 65,0 Prozent, Vorjahr: 65,5 Prozent).

Den vollständigen Konjunkturbericht können Sie sich hier downloaden:

Weitere Konjunkturberichte

Einschätzung der Geschäftslage I. Quartal 2022
Handwerkskammer für Mittelfranken
Einschätzung der Geschäftslage I. Quartal 2022

Durchschnittlicher Auftragsbestand I. Quartal 2022
Handwerkskammer für Mittelfranken
Durchschnittlicher Auftragsbestand I. Quartal 2022

Sichere Fahrt durch stürmische Gewässer. Konjunkturbericht des I. Quartals 2022
Handwerkskammer für Mittelfranken
Sichere Fahrt durch stürmische Gewässer. Konjunkturbericht des I. Quartals 2022



Handwerksorganisationen

Die Organisation des Handwerks hat eine lange Tradition, die mit den Zünften ihren Anfang nahm. Heute steht die Handwerksstruktur auf zwei Säulen: Handwerkskammern und Innungen. 

Die 54 Handwerkskammern in Deutschland sind die gesetzliche Vertretung aller deutschen Handwerker. Für die selbstständigen Handwerker besteht eine Pflichtmitgliedschaft in der für sie zuständigen Handwerkskammer. (Bezirksebene)

Sowohl bei den Handwerkskammern als auch bei den Innungen gibt es Zusammenschlüsse auf Landes- und Bundesebene, wie den Bayerischen Handwerkstag und den Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) in Berlin auf Seiten der Handwerkskammern.

Weitere Organisationen

Bayerischer Handwerkstag
Max-Joseph-Straße 4, 80333 München
 www.dasbayerischehandwerk.de
bht@bht-muenchen.de
Präsident: Dipl.-Ing. Franz Xaver Peteranderl
Vizepräsident: Dr. Georg Haber
Vizepräsident: Konrad Steininger
Hauptgeschäftsführer: Dr. Frank Hüpers
Geschäftsführer: Dieter Vierlbeck

Unternehmerverband bayerisches Handwerk
Max-Joseph-Straße 4, 80333 München
Telefon 089 5575-01
Telefax 089 5575-22
info@ubh-bayern.de
Vorstandsvorsitzender: Konrad Steininger, Präsident Fachverband Schreinerhandwerk Bayern
Stv. Vorstandsvorsitzende: Gabriele Albert-Wurst, Vorsitzende LIV Maßschneiderhandwerk Bayern
Stv. Vorstandsvorsitzender: Günter Asemann, Vorsitzender der Konditoren-Innung Bayern
Geschäftsführer: Andreas Demharter



Arbeitsgemeinschaft der bayerischen Handwerkskammern
Max-Joseph-Straße 4, 80333 München
 www.hwk-bayern.de
info@hwk-bayern.de
Präsident: Dipl.-Ing. Franz Xaver Peteranderl
Hauptgeschäftsführer: Dr. Frank Hüpers
Geschäftsführer: Dieter Vierlbeck



Zentralverband des Deutschen Handwerks e. V.
Mohrenstraße 20/21, 10117 Berlin
Telefon 030 20619-0
Telefax 030 20619-460
 www.zdh.de
info@zdh.de
Präsident: Hans Peter Wollseifer
Generalsekretär: Holger Schwannecke

Zusammenschluss einzelner Handwerksberufe

Die Innungen bilden den Zusammenschluss der einzelnen Handwerksberufe. Sie vertreten vor allem die berufsspezifischen Belange und fördern gemeinsame gewerbliche Interessen der Innungs-Mitglieder. Auch bei der Lehrlingsausbildung wirken die Innungen mit. Die Mitgliedschaft bei einer Innung ist freiwillig. Sie finden hier ein alphabetisches Innungsverzeichnis aller mittelfränkischen Innungen.

Innungsverzeichnis nach Berufsgruppen

A BD E F G K L M O P R S T U Z



Kreishandwerkerschaften

Alle Innungen einer Stadt, eines Landkreises oder einer bestimmten Region bilden zusammen eine Kreishandwerkerschaft. In Mittelfranken gibt es sechs Kreishandwerkerschaften:

Kreishandwerkerschaft Westmittelfranken
Joh.-Seb.-Bach-Platz 24
91522 Ansbach
Telefon 0981 13269
Telefax 0981 15146
KHS-Ansbach@t-online.de
 www.khs-ansbach.de
Kreishandwerksmeister: Kurt Held

Kreishandwerkerschaft Erlangen-Hersbruck-Lauf
Friedrich-List-Str. 1
91054 Erlangen
Telefon 09131 974768-0
Telefax 09131 974768-15
info@khs-erlangen.de
Kreishandwerksmeister: Markus Protze

Kreishandwerkerschaft Fürth
Fürther Freiheit 6
90762 Fürth
Telefon 0911 740850
Telefax 0911 74085-15
info@handwerk-fuerth.de
 www.handwerk-fuerth.de
Kreishandwerksmeister: Konrad Ammon, jun.

Kreishandwerkerschaft Neustadt/Aisch-Bad Windsheim
Bismarckstraße 11
91413 Neustadt/Aisch
Telefon 09161 2273
Telefax 09161 5427
khs-nea-bw@t-online.de
Kreishandwerksmeister: Roland Mannke

Kreishandwerkerschaft Nürnberg
Rosenplütstraße 2
90439 Nürnberg
Telefon 0911 235888-0
Telefax 0911 235888-5
info@khw-nuernberg.de
 www.khw-nuernberg.de
Kreishandwerksmeister: Achim Hanisch

Kreishandwerkerschaft Mittelfranken-Süd (Schwabach)
Reichenbacher Straße 22
91126 Schwabach
Telefon 09122 3089-0
Telefax 09122 3089-11
info@kreishandwerkerschaft-mittelfranken.de
 www.handwerk-mittelfranken.de
Kreishandwerksmeister: Klaus Weber

Unternehmerfrauen im Handwerk

Nicht selten sind Meisterfrauen Personalchefin, Buchhalterin, Marketing- und PR-Chefin sowie Sekretärin in einer Person. Daneben kümmern sie sich um die Kinder, sofern Nachwuchs vorhanden ist, und fungieren als Familienmanagerinnen. Als ruhender Pol und Schaltstelle der internen Kommunikation sind sie zudem Mittlerin zwischen Meister, Mitarbeitern und Kunden.

In Mittelfranken engagieren sich fünf regionale Arbeitskreise für die Belange der Meisterfrauen

Diese Arbeitskreise verstehen sich als:

  • ein Forum zum Erfahrungsaustausch.
  • Sie bauen Solidarität auf und repräsentieren die Meisterfrauen nach außen.
  • Sie bringen die Interessen der Meisterfrauen in Politik und Wirtschaft ein.
  • Sie fördern die Weiterbildung der Meisterfrauen durch vielfältige Angebote von Seminaren und Vorträgen.

Unternehmerfrauen Ansbach/Westmittelfranken e.V.

Ansprechpartnerin

Susanne Schwab, 1. Vorsitzende
91629 Weihenzell-Haasgang7
Telefon 09828 1282
Telefax 09828 608
susanne.schwab@gmx.de

Meisterfrauen Erlangen

 Anprechpartnerin

Alexandra Lang, 1. Vorsitzende
Südl. Stadtmauerstraße 34
91054 Erlangen
Telefon 09131 891111
Telefax 09131 891130
alexandra@vinzenz-lang.de



Unternehmerfrauen im Handwerk Neustadt/Aisch - Bad Windsheim

 Anprechpartnerin

Heidi Böhringer, 1. Vorsitzende
Talblick 1
Eschenbach
91459 Markt Erlbach
Telefon 09106 9268744
h.boehringer@bauunternehmen-mai.de

UnternehmerFrauen im Handwerk Nürnberg - Fürth

Anprechpartnerin

Katrin Nießler
1. Vorsitzende
Melli-Beese-Str. 8
90768 Fürth
unternehmerfrauen@gmail.com

Unternehmer- /Meisterfrauen Mittelfranken-Süd

 Anprechpartnerin

Beate Schleier, 1. Vorsitzende
Friedhofsgässchen 3
91126 Schwabach - Dietersdorf
Telefon 0911 6324276
Telefax 0911 637924





Junioren des Handwerks

Die Junioren des Handwerks unterstützen junge Handwerkerinnen und Handwerker in ihren Aufgaben als Führungskräfte und Unternehmer oder bereiten sie darauf vor. Dadurch werden qualifizierte Nachwuchskräfte für das Handwerk und für das handwerkliche Ehrenamt herangebildet.  Sie fördern den Erfahrungsaustausch in der Gruppe und bieten gemeinsame Veranstaltungen, Fortbildungen oder Unternehmungen an. Die Junioren setzen sich in Gesprächen mit Vertretern der Politik, Wirtschaft und Verwaltung für die Interessen des Handwerks ein.

Weitere Informationen finden Sie auf der  Homepage der Kreishandwerkerschaft Mittelfranken-Süd.