Konjunkturbericht des mittelfränkischen Handwerks 2019

Größtenteils ungetrübter Start ins neue Jahrzehnt

Konjunkturbericht des mittelfränkischen Handwerks zum 4. Quartal 2019

Überwiegend ungetrübt war der Start des mittelfränkischen Handwerks in die Zwanzigerjahre. Dies zeigen die Ergebnisse der Konjunkturbefragung der Handwerkskammer zum Ende des Jahres 2019. Sowohl die aktuelle Geschäftssituation als auch die Zukunftsaussichten werden weiterhin insgesamt optimistisch beurteilt.

  • Drei von fünf Betrieben (60,8 Prozent, Vorquartal: 65,7 Prozent, Vorjahr: 60,4 Prozent) befinden sich demnach in einer guten wirtschaftlichen Situation.
  • 31,3 Prozent (Vorquartal: 27,9 Prozent, Vorjahr: 33,5 Prozent) sehen ihre Situation als befriedigend an und
  • 7,9 Prozent (Vorquartal: 6,4 Prozent, Vorjahr: 6,1 Prozent) geht es schlecht. 

Auch die geäußerten Erwartungen bleiben insgesamt auf hohem Niveau: 88,1 Prozent der Betriebe sehen sich auch im ersten Quartal des neuen Jahres in einer zumindest stabilen, wenn nicht sogar besseren Geschäftslage.

Auch der Blick auf die einzelnen Handwerksgruppen zeigt im Wesentlichen sehr optimistische Ergebnisse.

  • So sind 96,6 Prozent (Vorquartal: 95,7 Prozent, Vorjahr: 95,9 Prozent) der Betriebe des Bauhandwerks mindestens zufrieden.
  • Bei den Betrieben des Ausbauhandwerks sind es 94,7 Prozent (Vorquartal: 97,4 Prozent; Vorjahr: 97,4 Prozent). 

Gut oder zufriedenstellend sehen immer noch 89,1 Prozent (Vorquartal: 90 Prozent, Vorjahr: 89,4 Prozent) der Betriebe des gewerblichen Bedarfs ihre wirtschaftliche Lage, unter denen sich auch Zulieferbetriebe befinden. Unabhängig von diesen Zahlen lässt sich jedoch beobachten, dass mittlerweile etliche Betriebe, die unmittelbar oder mittelbar der Automobilindustrie zuliefern, teils erhebliche Einbußen bei der Auftragslage zu verzeichnen haben.

Auch das Kraftfahrzeughandwerk meldet weiterhin eine bemerkenswert gute Situation. Mehr als 91 Prozent (91,3 Prozent, Vorquartal: 91,7 Prozent, Vorjahr: 91,3 Prozent) der Handwerksunternehmen bewerten ihr Geschäftsklima mindestens mit befriedigend.

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Statement Herr Thomas Pirner, Präsident der Handwerkskammer für Mittelfranken

„Drei von vier Betrieben geht es gut - wer einen sicheren Job sucht, kommt zu uns.“

 „Ganz abkoppeln kann sich das Handwerk natürlich nicht von den gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen. Insbesondere Zulieferbetriebe auch hier in der Region spüren die Industrieflaute – eine dünnere Auftragsdecke ist die Folge.“

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Statement Prof. Dr. Elmar Forster, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Mittelfranken

„Alle wichtigen gesellschaftlichen Zukunftsprojekte werden ohne das Handwerk nicht zu verwirklichen sein – sei es der Wohnungsbau, die Energiewende, die Mobilitätswende oder Smart Living“.