Kreishandwerkerschaft Fürth Stadt und Land pflanzt bis zu 14.000 neue Bäume.
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Kreishandwerkerschaft Fürth Stadt und Land pflanzt bis zu 14.000 neue Bäume.

Fürther Handwerk forstet auf

In der Debatte um den Klimaschutz will das Fürther Handwerk anpacken, statt nur zu reden: Mit einem CO2-Ausgleichsprojekt soll ab Herbst 2020 ein Hektar geschädigte Waldfläche im Landkreis Fürth wieder aufgeforstet werden. Zur Finanzierung bietet man Betrieben (und Privatleuten) 100 Zertifikate im Wert von 150-160 Euro zur Zeichnung an.

Friseur-Obermeister Christian Hertlein (Oberasbach) stellte die Umwelt-Aktion in der jüngsten Herbstversammlung der Kreishandwerkerschaft Fürth vor. Demnach sind zur Aufforstung eines Hektars (10.000 qm) etwa 12.000 bis 14.000 Setzlinge vonnöten.

In Gesprächen mit der Stadt und der Forstbehörde hat Hertlein ermittelt, dass eine Aufforstung komplett neuen Waldes nicht möglich sei – wohl aber die Erneuerung "kaputter" Flächen. Drei Teilstücke habe man dafür vorgesehen. Die zuständigen Förster seien von der Idee begeistert. Hertlein würde sich wünschen, dass neben Forstwirten und städtischem Grünamt zum Beispiel auch Berufsschulklassen bei der Bepflanzung helfen.

An den drei aufgeforsteten Waldstücken sollen künftig Schautafeln auf den Hintergrund der Aktion und die Unterstützer hinweisen. Der Verkauf der 100 Zertifikate soll im Frühjahr 2020 über die Kreishandwerkerschaft beginnen. Betriebe, die sich beteiligen, sollen eine Urkunde und Aufkleber erhalten, mit denen sie dafür werben können.

Kreishandwerksmeister Konrad Ammon jun. und Christian Sendelbeck, Vizepräsident der Handwerkskammer für Mittelfranken: "Die Verbraucher sollten in einer Zeit des Klimaschutzes die regionale Verwurzelung und kurzen Lieferwege, für die das Handwerk steht, neu und höher bewerten: Alle Handwerker sind Umweltschützer"