Finanzielle Fördermöglichkeiten

Wir kennen fast alle finanziellen Fördermöglichkeiten für Ihre erfolgreiche Weiterbildung im Handwerk.

Mit einer finanziellen Förderung als Unterstützung lernt es sich einfach leichter  – informieren Sie sich deshalb schon im Vorfeld über eine passende Fördermöglichkeit und beantragen Sie diese vor Lehrgangsbeginn.

Aufstiegs-BAföG – das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz
(früher Meister-BAföG)

Das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) soll zu mehr Chancengleichheit zwischen akademischer und beruflicher Bildung führen. Gefördert werden Teilzeitmaßnahmen und Vollzeitmaßnahmen (Meisterkurse oder andere auf einen vergleichbaren Fortbildungsabschluss vorbereitende Lehrgänge mit mindestens 400 Unterrichtseinheiten).

Für beide gibt es den sogenannten Maßnahmebeitrag. Dieser wird unabhängig vom Einkommen und Vermögen gewährt. Er besteht aus einem Beitrag zu den Lehrgangs- und Prüfungsgebühren und einem Beitrag zu den Kosten des Prüfungsstücks. Bei Vollzeitmaßnahmen kann ein Beitrag zum Lebensunterhalt gewährt werden. Dieser wird einkommens- und vermögensabhängig geleistet.

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Der erfolgreiche Abschluss und der Schritt in die Selbstständigkeit werden mit zusätzlichem Darlehensteilerlass belohnt.

  

Weitere Informationen zum Aufstiegs-BAföG im Internet unter:

   www.aufstiegs-bafoeg.de

Die Begabtenförderung berufliche Bildung heißt nun Weiterbildungsstipendium

Wer kann gefördert werden?

Gefördert werden können qualifizierte Absolventinnen und Absolventen einer Berufsausbildung, die ihre Leistungsfähigkeit und Begabung durch besondere Leistungen in Ausbildung und Beruf nachgewiesen haben und für die Zukunft Leistungsbereitschaft im Beruf erwarten lassen. Bei der Aufnahme in das Weiterbildungsstipendium darf die Stipendiatin/der Stipendiat das 25. Lebensjahr noch nicht erreicht haben.

Wie wird die Qualifizierung nachgewiesen?

  • durch das Ergebnis der Berufsabschlussprüfung mit mindestens 87 Punkten oder besser als "gut" (bei mehreren Prüfungsteilen Durchschnittsnote 1,9 oder besser)
  • oder durch besonders erfolgreiche Teilnahme an einem überregionalen beruflichen Leistungswettbewerb
  • oder durch begründeten Vorschlag eines Betriebes oder der Berufsschule.

Was wird gefördert?

Durch Zuschüsse zu den Kosten werden anspruchsvolle berufliche oder berufsübergreifende Weiterbildungsmaßnahmen gefördert. Aber auch anspruchsvolle Maßnahmen sind förderfähig, die der Entwicklung fachübergreifender und allgemeiner beruflicher oder sozialer Kompetenzen oder der Persönlichkeitsbildung dienen.

Förderschwerpunkte sind unter anderem Intensivsprachkurse im muttersprachlichen Ausland und Maßnahmen der beruflichen Aufstiegsfortbildung, z. B. zum Meister. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten wählen ihre Maßnahmen selbst aus, über die Förderfähigkeit entscheidet die zuständige Kammer.

Wie hoch und wie lange wird gefördert?

Über drei Kalenderjahre hinweg können Zuschüsse von jährlich bis zu 2.000 Euro für die Finanzierung berufsbegleitender Weiterbildung gezahlt werden, in drei Jahren insgesamt bis zu 6.000 Euro. Es ist ein Eigenanteil an den förderfähigen Kosten von 10 Prozent pro Maßnahmen zu tragen.

Maßnahmen, die vor der Aufnahme in das Weiterbildungsstipendium beginnen, können bezuschusst werden, wenn der Antrag auf Aufnahme vor Beginn der Maßnahme gestellt wurde und die Maßnahme mindestens noch sechs Monate nach Aufnahme in das Weiterbildungsstipendium läuft.

Finanzierung

Die Mittel für das Förderprogramm stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bereit.

Wer führt das Förderprogramm durch?

Die nach dem Berufsbildungsgesetz zuständige Stelle, bei der das Ausbildungsverhältnis einer Interessentin/eines Interessenten eingetragen war, ist zuständig für die Information, Beratung, Aufnahme und Förderung.

Wo bekommt man die Bewerbungsunterlagen?

Bewerbungsunterlagen können Sie bei Ihrer Handwerkskammer anfordern. Die Bewerbungsfrist ist jeweils zum 30. November des laufenden Jahres. Die Auswahl der neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten erfolgt anschließend im Januar des Folgejahres.  



 

Weitere Informationen zum Weiterbildungsstipendium im Internet unter:

   www.weiterbildungsstipendium.de

Weiterbildungsstipendium



Zahlt sich aus: Die Bildungsprämie

Um die Bereitschaft jedes Einzelnen zu fördern, mehr für die eigene Weiterbildung zu tun, führte die Bundesregierung eine Bildungsprämie ein. Durch den Prämiengutschein wird die Beteiligung an Weiterbildungsmaßnahmen mit Veranstaltungsgebühren bis maximal 1.000 Euro gefördert. Mit dem Gutschein übernimmt der Staat 50 Prozent der Veranstaltungsgebühr.

Einen Prämiengutschein können Sie bekommen, wenn Sie mindestens 25 Jahre alt und mindestens 15 Stunden pro Woche erwerbstätig sind. Ihr zu versteuerndes Jahreseinkommen darf 20.000 Euro (oder 40.000 Euro bei gemeinsam Veranlagten) nicht übersteigen.

 

Weitere Informationen zur Bildungsprämie im Internet unter:

   www.bildungspraemie.info

Damit Sie schnell und unkompliziert prüfen können, ob vielleicht auch Sie einen Prämiengutschein erhalten können, beantworten Sie einfach die Fragen im Vorab-Check auf der Internetseite des Bundesministerium für Bildung und Forschung .

 

 Vorab-Check Bildungsprämie

Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert.

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Förderung für Soldaten

Gefördert werden können: Nach § 7 des Soldatenversorgungsgesetzes (SVG) Soldaten auf Zeit (SaZ) während ihrer Dienstzeit und Grundwehrdienstleistende (GDW 1) nach den Richtlinien zur Berufsförderung für Grundwehrdienstleistende.
Anspruch auf Fachausbildung nach § 5 SVG haben: Zum Dienstzeitende SaZ mit einer Verpflichtungszeit von vier und mehr Jahren. Der Antrag muss rechtzeitig vor Lehrgangsbeginn beim zuständigen Berufsförderungsdienst (KWEA-BFD) gestellt werden. Sie erhalten weitere Auskünfte an den Beratungsstellen der Standorte.

Förderung durch die Bundesagentur für Arbeit und die ARGEn

Die Bundesagentur für Arbeit fördert auf Ermessensbasis Fortbildungen für Arbeitsuchende, Beschäftigte in Kurzarbeit sowie Arbeitnehmer, denen die Kündigung droht oder deren Arbeitsvertrag ausläuft. Nach einer Beratung durch Ihren Ansprechpartner bei der Agentur für Arbeit erhalten Sie einen passenden Bildungsgutschein, vorausgesetzt, Sie erfüllen bestimmte Bedingungen und die Arbeitslosigkeit lässt sich mit der Weiterbildung verhindern oder beenden.

Was wird gefördert?

Die Förderung gilt für zugelassene berufliche Weiterbildungen, die mehrere Monate dauern können. Allerdings müssen die Weiterbildung und der Bildungsträger zugelassen sein. Die Handwerkskammer für Mittelfranken ist mit den Bildungszentren sowie dem Bereich Fort- und Weiterbildung ein zugelassener Bildungsträger für die Förderung der beruflichen Weiterbildung nach dem Recht der Arbeitsförderung gemäß Akkreditierungs und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV).

Wie hoch ist der Zuschuss?

Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt alle Kosten, die durch die Weiterbildung entstehen. Zu den Kosten können zum Beispiel die Lehrgangs- und Fahrtkosten, Kosten für eine notwendige Unterbringung, Verpflegung und für die Betreuung von Kindern zählen.

 

Weitere Informationen im Internet unter:

 www.arbeitsagentur.de