FCN

FCN meets Handwerk

"Handwerk ist cool" - Das finden auch die Profis vom 1. FC Nürnberg und schnuppern hinein in verschiedene Berufe der "Wirtschaftsmacht. Von nebenan."

Passend zur Jahreszeit geht es für Kapitän Hanno Behrens in die Audi-Werkstatt Feser-Graf zum Radwechseln. Und da beweist der Fußballer auch mit den Händen Geschick. Kfz-Mechatroniker Sebastian Spießl jedenfalls ist mit seinem Assistenten aus dem Max-Morlock-Stadion zufrieden. „Ich hab‘ das auch schon mal gemacht“, beteuert Behrens. „Erst seit ich in Nürnberg spiele, wechsle ich die Reifen nicht mehr selbst.“ Eines ist aber schon anders: Daheim mit Papa und großem Bruder wurde kräftig am Wagenheber gepumpt, beim Lösen der Schrauben brauchte es Muskeln. In der Werkstatt erledigen das Hebebühne und Luftschlagschrauber. In knapp zehn Minuten ist der Spuk vorbei und der Reifenluftdruck überprüft.

Mit dabei ist auch ein kleines Team vom FCN, denn Behrens wechselt die Reifen nicht nur zum Spaß. „FCN meets Handwerk“ heißt die Reihe, in der die Fußballprofis auf die Profis des Handwerks treffen. Genauestens wird alles mitgefilmt und dann auf die FCN-Seite gestellt. Und passend zum Motto lässt Mechatroniker Spießl den Club-Kapitän auch nicht aus der Verantwortung, sondern selbst mit Hand anlegen. Dem macht das sichtlich Spaß und zum Abschluss gibt es noch jede Menge Tipps, was man beachten muss, wenn man zuhause Reifen wechseln möchte. „Von O bis O“, zitiert auch Behrens den alten Merkspruch – „da bin ich heuer schon spät dran.“ Sein Fazit nach dem Werkstattbesuch? „Naja, mir ist noch nie ein Reifen heruntergefallen, es ist also kein Hexenwerk. Aber: Er schätzt die Bequemlichkeit, sich nicht selbst darum kümmern zu müssen. Außerdem „habe ich meine Reifen auch gleich hier eingelagert.“

Er wird also im Frühjahr wiederkommen. So ganz losreisen, kann er sich ohnehin noch nicht. Denn auch als die Kamera schon längt aus ist, hilft er noch fleißig bei den verbliebenen drei „Schlappen“ seines schwarzen TTS mit bevor er mit einem letzten Winken aus der Werkstatt braust.



Vom Sommer- zum Winterreifen

1.    Fahrzeug sichern! Ist die Handbremse angezogen, der Gang eingelegt?

2.    Wagenheber bei den vorgesehenen Markierungen ansetzen, vorsichtig pumpen, bis das Auto knapp über dem Boden schwebt.

3.    Schrauben rausdrehen und Reifen abnehmen.

4.    Säubern Sie die Radnabe von Rost und Dreck.

5.    Oft lohnt sich ein Blick aufs Profil: Ist es stark abgefahren, hängt irgendwo ein Nagel oder Steinchen? Ist bereits ein neuer Reifen fällig?

6.    Winterräder auflegen, Schrauben über Kreuz festziehen.

7.    Rad absenken bis es knapp den Boden berührt. Noch einmal festziehen und endgültig absenken.

8.    Reifenluftdruck überprüfen.

9.    In 50 bis 60 Kilometer nochmal nachziehen.