Erneut: Warnung vor unseriösen Anbietern

Die Vorgehensweise ist nicht neu: Ein Fax in der Tagespost oder ein geschäftlicher Anruf wirken zunächst harmlos, können aber teure Folgen haben. Es geht um unseriöse Anbieter, die selbstständigen Handwerkern beispielsweise einen Online-Branchenbucheintrag anbieten oder erklären, dass bereits ein Vertrag über eine bestimmte Online-Dienstleistung bestünde, der nun verlängert werden müsse. Wie schützt man sich vor unseriösen Anbietern? Tipps aus der Rechtsberatung.

Achtung bei der Datenabfrage

Auf den ersten Blick erkennbar ist für die Betroffenen oft nicht, dass es sich dabei um den Abschluss eines Vertrags handelt. Denn verbreitet ist die Methode, beim Handwerker zunächst telefonisch oder durch ein Formular Daten abzufragen bzw. zu aktualisieren – die Information des Vertragsschlusses, seine teilweise mehrjährige Laufzeit und auch der Preis treten stark in den Hintergrund und können schnell übersehen werden.  

Wer also spontan mündlich zustimmt oder voreilig unterschreibt läuft Gefahr, einen Vertrag abzuschließen, dessen Nutzen zweifelhaft und dessen Preis regelmäßig hoch ist. Nicht selten werden Rechnungen über hunderte von Euro an die selbstständigen Handwerker versandt.

Hinschauen ist der beste Schutz

Der beste Schutz gegen solche unseriösen Anbieter ist immer noch ein gründlicher Blick auf Angebot und Anbieter. Prüfen Sie erst, was Sie später unterschreiben beziehungsweise lassen Sie sich nicht telefonisch unter Druck setzen.

Achten Sie insbesondere darauf, dass

  • der Anbieter seine vollständigen Kontaktdaten angibt
  • Produkt oder Leistung konkret beschrieben sind und
  • überprüfen Sie, ob Sie diese Leistung (möglicherweise bei einem anderen Anbieter) bereits nutzen bzw. überhaupt brauchen.

Bei Anfragen zu diesem Thema, besonders wenn Sie bereits vor einigen Monaten oder sogar Jahren Kontakt mit einem unseriösen Anbieter hatten und nun Rechnungen oder Mahnungen erhalten, können Sie sich gerne an unsere Rechtsabteilung wenden.

 

 Der Zentralverband des Deutsche Handwerks hat zu diesem Thema ein Informations- und Merkblatt erstellt mit Tipps für Betriebe, falls trotz aller Vorsicht eine Unterschrift geleistet bzw. ein Vertrag telefonisch geschlossen worden ist.

zum Merkblatt