Andrea Grätz (oben) und Andrea Sitzmann standen den Jugendlichen bei der ¿Berufsorientierung via Zoom¿ Rede und Antwort.
Handwerkskammer für Mittelfranken
Die Expertinnen Andrea Grätz (oben) und Andrea Sitzmann standen den Jugendlichen bei der ¿Berufsorientierung via Zoom¿ Rede und Antwort.

Erfolgsrezept: Berufsorientierung via Zoom

Mit einem Klick ins Handwerk

Welcher Beruf passt zu mir? Vielleicht ein Handwerk? In normalen Zeiten können junge Menschen diese Frage oft durch Ausprobieren bei verschiedenen Veranstaltungen beantworten oder zumindest im persönlichen Gespräch mit den Ausbildungsexperten der Handwerkskammer für Mittelfranken. In Pandemiezeiten geht das nicht. Oder doch? Andrea Sitzmann, Sachgebietsleiterin Berufsbildungsmaßnahmen und Projekte bei der Kammer, und ihre Kolleginnen haben ein besonderes Format ins Leben gerufen – mit Erfolg! „Berufsorientierung via Zoom“ heißt das Projekt, mit dem sie trotz Corona Schülerinnen und Schülern wertvolle Tipps geben und so den Nachwuchs fürs Handwerk begeistern können.

Egal, ob die jungen Leute nah am Menschen oder allein arbeiten möchten, ob sie jederzeit gern im Freien sind oder lieber in der Werkstatt tüfteln: Mit seinen 130 Berufen hat das Handwerk für jeden etwas zu bieten. Das haben Andrea Sitzmann, Andrea Grätz und Hikmete Zena in ihrer Online-Berufsorientierung etwa 250 jungen Leuten auf ganz neue Art gezeigt. Zu vier Terminen im Februar (und zuvor im Herbst 2020) luden sie Lehrer und ihre Klassen aller Schularten sowie andere Interessierte zu Online-Veranstaltungen ein und stellten auf ziemlich lockere und frische Art und Weise das Handwerk vor.

Was macht das Handwerk „cool“?

Den Beginn machte Andrea Sitzmann jeweils mit einem kurzen Vortrag und kurzweiligen Infos. Was macht das Handwerk so „cool“ und vielfältig? Wie läuft eine Ausbildung ab, welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es? Und überhaupt: Welche Berufe gehören dazu? „Danach hatten wir einige Praxisbeispiele, warum sich andere fürs Handwerk entschieden haben“, sagt Organisatorin Andrea Sitzmann. Azubis lieben an ihrem Beruf Dinge wie: „Draußen sein, das Holz riechen…. das ist das, was einem am Abend müde und zufrieden ins Bett fallen lässt!“, „Ich bin Praktiker, nicht Theoretiker“ oder sie mögen einfach das sichtbare Ergebnis ihrer Arbeit. Das kam bei den Jugendlichen bestens an.

Andrea Grätz, verantwortlich für den Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks (PLW) bei der Handwerkskammer für Mittelfranken, stellte außerdem den Wettbewerb der Berufe vor (den von Haus aus die wenigsten kennen und der dieses Jahr seinen 70. Geburtstag feiert). Ihr Ass im Ärmel: „Stuckateur Alexander Schmidt, der 2018 bei den Euro-Skills in Budapest Europameister wurde, ist ein prima Einstieg, um den PLW vorzustellen“, erzählt sie. Anschließend zeigte sie Bilder und Werke aus vergangenen Jahren sowie die aktuelle PLW-Ausstellung, die dank der Pandemie online zu sehen war.

Im Kontakt mit den Experten

Das Schöne an der digitalen Berufsorientierung: Die Jugendlichen mussten sich keine stumpfen Infos anhören, sondern sie konnten ihre Fragen stellen und mit den Macherinnen interagieren. Hikmete Zena etwa beobachtete den Chat und gab die Fragen direkt weiter, damit sie gleich beantwortet werden konnten. So wurde man den Bedürfnissen der Teilnehmer sehr schnell gerecht.

Die nächste „Berufsorientierung via Zoom“ kommt bestimmt. Bis dahin stehen alle Informationen rund um die Ausbildung im Handwerk auf der Homepage der Handwerkskammer unter „#MachHandwerk - Weil du mehr kannst“ bereit. Außerdem gibt es einige weitere digitale Formate, bei denen die Handwerkskammer mitmacht: Die Ausbildungsmesse ZAM-Online der Virtuelle Berufsbasar für Nürnberg und die Region oder der (digitale) Girls'Day am 22. April 2021.



Weitere Informationen rund um die Ausbildung im Handwerk unter

  hwk-mittelfranken.de/machhandwerk