Bundestag stimmt Ausbau der Aufstiegsförderung zu

Wollseifer: "Die beschlossene Novellierung des AFBG ist ein wichtiger Schritt zur Aufwertung der Höheren Berufsbildung."

Zum Beschluss des Deutschen Bundestages über das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) erklärt Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):

"Die beschlossene Novellierung des AFBG ist ein wichtiger Schritt zur Aufwertung der Höheren Berufsbildung. Junge Handwerkerinnen und Handwerker, die sich nach ihrer Gesellenausbildung für die Übernahme von Fach- und Führungsaufgaben in den Handwerksbetrieben fortbilden, werden künftig spürbar finanziell entlastet. Ich begrüße insbesondere, dass der Beitrag zum Lebensunterhalt für den Besuch von Vollzeitkursen künftig zu 100 Prozent als Zuschuss gezahlt wird.

Von hoher Bedeutung für das Handwerk ist zudem, dass Existenzgründern das Darlehen für die Lehrgangs- und Prüfungskosten erlassen wird. So wird vermieden, dass bei Betriebsgründung oder Betriebsübernahme wichtige Investitionen aufgrund von Darlehensschulden aus der vorbereitenden Fortbildung unterbleiben.
Besonders erfreulich ist, dass über das neue AFBG bis zu drei Fortbildungsabschlüsse gefördert werden können. Das neue AFBG knüpft dabei an die mit dem Berufsbildungsmodernisierungsgesetz eingeführten Fortbildungsstufen an und ermöglicht es, die Karriereleiter vom Berufsspezialisten bis hin zum Master Professional schrittweise zu erklimmen. Dieser weitsichtige Ausbau der Förderung der Höheren Berufsbildung stellt einen wichtigen Schritt hin zur Gleichwertigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung dar.“

Für das Aufstiegs-BAföG investiert das Bundesministerium für Bildung und Forschung in dieser Wahlperiode mit zusätzlich 350 Millionen Euro so viel wie nie zuvor:

  • Das neue Aufstieg-BAföG ermöglicht den Aufstieg auf der Karriereleiter Schritt für Schritt – auf allen drei Fortbildungsstufen bis auf das ‚Master-Niveau‘.
  • Die finanzielle Unterstützung wird deutlich angehoben. Besonders die Unterhaltsförderung wird angepasst und muss künftig nicht zurückgezahlt werden.
  • Existenzgründern wird künftig das Restdarlehen für die Fortbildungskosten komplett erlassen, damit Sie schuldenfrei Start in die Selbständigkeit starten können.


 Mehr Informationen zum Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz

Statement von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek:

„Berufliche Weiterbildung hat bei uns in Deutschland Priorität. Denn ein Spitzenland braucht Spitzenpersonal. Und unser Land ist im Wandel. Digitalisierung, Globalisierung und ein stärker werdender Wettbewerb: Um das zu meistern, brauchen wir die Besten. Wir brauchen Meister, Techniker, Betriebswirte und Erzieher. Wer dahin aufsteigen will, dem müssen wir den Weg ebnen. Darum schreiben wir die Erfolgsgeschichte des Aufstiegs-BAföG fort."

Statement von Dr. Rainer Wolf, stv. Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Mittelfranken:

"Die Berufliche Bildung hat in Deutschland eine hohe Bedeutung. Umso mehr freut es mich, dass der Bundestag dieser Bedeutung mit dem Ausbau der Aufstiegsförderung Rechnung trägt.“ 

Besonders die Darlehenserlasse sind für Existenzgründer eine echte Erleichterung. Sie können ihre limitierten finanziellen Mittel jetzt in den Aufbau ihres Geschäftes oder in weitere Fortbildungen investieren, anstatt Darlehen abzahlen zu müssen.

Wer mehr dazu wissen möchte, kann sich gerne bei der Handwerkskammer informieren: Telefon 0911 53090.