Bundesregierung verabschiedet EEG-Novelle

Tritt zum 1. Januar 2021 in Kraft.

Am 17. Dezember 2020 einigte sich die schwarz-rote Koalition auf eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Das Ziel der Klimaneutralität Deutschlands und der Europäischen Union bis 2050 machte die Anpassung der Rahmenbedingungen des EEG nötig. Doch eine grundsätzliche Reform blieb aus und soll erst im kommenden Jahr erfolgen. Klarheit und langfristige Planungssicherheit bleiben deshalb vorerst aus.



Alte PV-Anlagen, welche ab 01.01.2021 aus der EEG-Förderung gefallen wären, erhalten zunächst bis 2027 weiter eine feste Einspeisevergütung in Höhe ihres Marktwertes. Erhöhte Anforderungen an die Messtechnik wird es für diese Anlagen ebenfalls nicht geben. Eine Befreiung von der EEG-Umlage wird es zukünftig für eigenverbrauchten und selbst produzierten Strom bis zu einer Anlagennennleistung von 30 Kilowatt (kW) und einer jährlichen Strommenge von 30 Megawattstunden (30.000 kWh) geben. Zudem wird ein Smartmeter für PV–Anlagen ab 7 kWp verpflichtend. Durch die Befreiung von Mieterstrommodellen von der Gewerbesteuer sind zusätzliche Impulse für die innerstädtische dezentrale Stromproduktion zu erwarten.

Zwar wird es erst ab 750 Kilowatt Leistung eine Pflicht zur Teilnahme an Ausschreibungen geben, faktisch wird dies aber bereits ab 300 kW sinnvoll sein, da sonst nur 50 Prozent der Vergütung ausbezahlt werden. Allerdings darf dafür der Solarstrom aber selbst verbraucht werden.

Die EEG-Umlage auf den Strompreis wird im kommenden Jahr auf 6,5 Cent pro Kilowattstunde gedeckelt und sinkt damit leicht. Verbraucher müssen sich im Gegenzug ab 2021 auf die CO2-Bepreisung für Benzin, Diesel und Heizöl einstellen.

In Kraft treten wird die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes am 01.01.2021.

 

Michael Dorner

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