Weiterbildung

Brennpunkt Weiterbildung

Nico Fritz ist der neue Weiterbildungsinitiator der Handwerkskammer und erarbeitet Lösungen für Unternehmen und Arbeitnehmer. Ein Interview.

Was bieten Sie unseren Handwerkern?

Ich bin Ansprechpartner für jeden, der sich mit Weiterbildung im Handwerk beschäftigt. Das kann beispielsweise ein Betrieb sein, der seine Mitarbeiter für neue Aufgaben weiterentwickeln möchte, das kann ein angestellter Handwerker sein, der sich über seine persönlichen Weiterbildungsmöglichkeiten beraten lassen will oder das kann eine Innung sein, die neue Weiterbildungskonzepte für Ihre Betriebe gestaltet. Dabei geht es nicht darum, nur einen passenden Kurs rauszusuchen; vielmehr suchen und finden wir passende Weiterbildungslösungen. Zudem vergebe ich den Bayerischen Bildungsscheck.

Was meinen Sie mit „passenden Weiterbildungslösungen“? Ist es nicht damit getan, einen Kurs zu besuchen?

Damit Weiterbildung auch tatsächlich durchgezogen wird und etwas bringt, muss davor und danach einiges bedacht werden.

Wenn sich ein einzelner Handwerker weiterbilden möchte, klären wir zuerst gemeinsam, welches Ziel er damit verfolgt und welche Voraussetzungen er mitbringt. Dabei geht es auch um vermeintlich banale Fragen, die jedoch häufig übersehen werden, beispielsweise „habe ich überhaupt Zeit für eine Weiterbildung?“. Stimmt der Rahmen, suchen wir gemeinsam passende Angebote und ich berate zu Fördermöglichkeiten.

Für Betriebe ist die Entwicklung Ihrer Mitarbeiter kein Selbstzweck; letztendlich muss aus einer Weiterbildung ein konkreter Nutzen entstehen. Das funktioniert, wenn man zu Beginn ermittelt, welche Kompetenzen gebraucht werden und nach einer Weiterbildung sicherstellt, dass die erworbenen Kompetenzen auch eingesetzt werden.

Viele Handwerker haben derzeit volle Auftragsbücher. Ist Weiterbildung in dieser Situation überhaupt wichtig?

Weiterbildung ist wie Hochzeit und Kinderkriegen: eigentlich passt es nie, wenn man sich nicht bewusst dafür entscheidet. In Zeiten voller Auftragsbücher fehlt die Zeit, bei Leerlauf fehlt das Geld. Erfolgreiche Betriebe entscheiden sich bewusst dafür, ihre Mitarbeiter weiterzubilden. Dadurch haben sie nicht nur besser qualifiziertes Personal, sondern binden ihre Mitarbeiter auch langfristig ans Unternehmen und stehen bei der Suche nach Fachkräften deutlich besser da. Weiterbildung bedeutet übrigens nicht immer nur Kurse zu besuchen, sondern kann auch innerbetrieblich stattfinden.

Was ist der Bayerische Bildungsscheck, von dem Sie gesprochen haben?

Der Bayerische Bildungsscheck ist ein Pauschalzuschuss für die individuelle berufliche Fortbildung im Bereich Digitalisierung in Höhe von 500 Euro. Diese Förderung können Arbeitnehmer in Bayern erhalten, deren Brutto-Jahreseinkommen über 20.000 Euro liegt. Bei Interesse einfach bei mir melden – wir klären dann die Voraussetzungen und suchen passende Kursangebote.





Nico Fritz ist der Weiterbildungsinitiator der Handwerkskammer für Mittelfranken.
Ludwig Harren
Nico Fritz ist der Weiterbildungsinitiator der Handwerkskammer für Mittelfranken.

Die Beratung ist für alle Interessierten kostenfrei und selbstverständlich vertraulich.

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