Hier werden Metzger-Träume wahr. Gruppenfoto in der Fleischhalle von Rungis.
Handwerkskammer für Mittelfranken
Hier werden Metzger-Träume wahr. Gruppenfoto in der Fleischhalle von Rungis.

Besuch bei Napoleon

Azubis im Fleischer-Handwerk auf Erkundungstour in Frankreich.

Sieben mittelfränkische Auszubildende im Fleischer-Handwerk und fünf Auszubildende zum Fachverkäufer Lebensmittelhandwerk mit Fachrichtung Fleischerei besuchten im Oktober eine Woche lang die Partnerkammer der Handwerkskammer für Mittelfranken, die Chambre de Métiers et de l'Artisanat (CMA) des Yvelines in Versailles und erkundeten die beruflichen wie auch kulturellen Besonderheiten des Gastlandes. Von ihrem Pariser Jugendhostel aus starteten sie tagtäglich zu ihren abwechslungsreichen Exkursionen. Und die hatten es durchaus in sich.

Expressausbildung

Einen ganzen Tag lang verbrachten die deutschen Auszubildenden im Centre de Formation d'Apprentis, dem Ausbildungszentrum der CMA. Die Metzger nahmen am Unterricht in der „Boucherie“ (Metzgerei) von Mohammed Rhezrani teil. Zusammen mit den französischen Kollegen, die zurzeit an einem einjährigen Umschulungsprogramm zum Metzger teilnehmen, lernten sie die französische Art der Fleischzerlegung (Lamm und Kalb) und die besondere Behandlung von Geflügel kennen und kamen kräftig ins Schwitzen.

Hochkonzentriert: Nadine Dirsch beim Knüpfen eines Rollbratens.
Handwerkskammer für Mittelfranken
Hochkonzentriert: Nadine Dirsch beim Knüpfen eines Rollbratens.

„In Frankreich wird das Fleisch sehr gerne in Form eines Rollbratens genossen“, erklärte Rhezrani und zeigte den Deutschen die besondere und in Deutschland selten gebräuchliche Technik des Rollbratenknüpfens.
„Bei uns in Deutschland wird, um Zeit zu sparen, einfach ein fertiges Bratennetz übergezogen“, kommentierte Madlen Strauß, selbst Metzgermeisterin, die ländertypischen Unterschiede.

Noch diffiziler war die Herstellung sogenannter „paupiettes de volaille“, also entbeintes Fleisch von Putenschenkeln mit Haut, gefüllt mit Schweinefüllsel. Und wie Kuchen wurden sie auch gebunden: erst in eine runde Form gebracht und dann wie beim Kuchen in einzelne Abschnitte abgebunden und verziert.
„Das ist durchaus nicht so einfach, wie es ausschaut“, musste Metzger-Azubi Anastasiia Selinova selbst erfahren, „ zieht man zu fest an, dann flutscht die Füllung raus, zieht man zu locker, dann sieht man keine Unterteilung.“

Stolz pärsentierten sich die deutsch-französischen Traiteure, die das Mittagsbuffet unter Leitung von Alain Fontaine (links) hergestellt haben.
F. Rageot
Die deutsch-französischen Traiteure, die das Mittagsbuffet unter Leitung von Alain Fontaine (links) hergestellt haben, mit Geschäftführerin Evelyne Cazoutets (7. von rechts).

Während die Metzger in der Boucherie arbeiteten, waren die Fachverkäufer ein Stockwerk höher bei den Traiteuren unter Ausbilder Alain Fontaine eingeteilt. Dort durften sie im Tandem mit französischen Kollegen bei der Vorbereitung der Vor- und Nachspeisen eines Buffets mitarbeiten, das zu Mittag zusammen mit den Gastgebern verspeist wurde. Dazu hieß Evelyne Cazoutets, die Hauptgeschäftsführerin der CMA herzlichst willkommen:“ Ich wünsche Ihnen einen schönen Aufenthalt und viele interessante Eindrücke, die Sie aus Frankreich mit nach Deutschland nehmen können.“

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 745 Stufen und rauchende Füße.
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Deutsch-französisches Jugendwerk

Die Reise wurde vom deutsch-französischen Jugendwerk finanziell unterstützt.



Wenn Sie mehr Informationen zum Deutsch-französischen Auszubildendenaustausch wissen möchten:

 

Agnes Graf-Then

Tel. 0911 5309-194
Fax 0911 5309-291
agnes.graf--at--hwk-mittelfranken.de