Führung durchs Hochregallager der Fleischergenossenschaft
Buchmann
Führung durchs Hochregallager der Fleischergenossenschaft: Evenord-Vorstand Christian Tschulik (6.v.l.) mit KHS-Geschäftsführer Sebastian Dörr (4.v.l.) und den Innungsmetzgern um Obermeister Willy Böbel (5.v.l.).

Auf Metzger ist in der Krise Verlass

In Krisenzeiten ist auf die Metzger Verlass: Kürzlich unterstützen mehrere Mitglieder der Innung Mittelfranken-Süd eine Spendenaktion, bei der Lebensmittel und Hilfsgüter in die Ukraine geschickt wurden (DHZ berichtete). Obermeister Willy Böbel lobte im Rahmen der jüngsten Jahreshauptversammlung die Hilfsbereitschaft für Menschen in einer „katastrophalen Lage“. Bereits 2021 hatte die Innung 500 Euro für die Opfer der Flutkatastrophe im Ahrtal gespendet. 
An der Ukraine-Hilfe der mittelfränkischen Metzger war auch die Fleischergenossenschaft Evenord beteiligt. An deren neuem Stammsitz in Nürnberg-Altenfurt holten sich gut 25 Innungsmetzger einen Eindruck, wie sich das 1924 gegründete Großhandelsunternehmen gewandelt hat. Evenord-Vorstand Christian Tschulik führte durch das Gebäude.  
Die weltpolitische Lage mache die Situation der Metzger vor Ort nicht einfacher, bestätigte Kreishandwerkerschafts-Geschäftsführer Sebastian Dörr. Die Zahl der Innungsmitglieder ist seit 2019 von 65 auf 54 gesunken. Die Zahl der Lehrlinge aus den Landkreisen Roth und Weißenburg-Gunzenhausen, die an den Berufsschulen Weißenburg bzw. Fürth beschult werden, beträgt nur zwölf Fleischer sowie zwölf Fleischerei-Fachverkäuferinnen. Es sei derzeit sehr schwierig, Azubis zu gewinnen, so Dörr. Obermeister Willy Böbel regte mehr Schulungen im Kollegenkreis an, um die jungen Leute im Beruf zu fördern, zu fordern und ihnen Wertschätzung zu zeigen.