Anerkennung Ausländischer Berufsabschlüsse

Das Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen - kurz Anerkennungsgesetz - trägt zur Sicherung der Fachkräftebasis bei, indem Transparenz über ausländische Qualifikationen geschaffen wird. Die Integration von Migrantinnen und Migranten in den deutschen Arbeitsmarkt wird erleichtert und der Wirtschaftsstandort Deutschland gewinnt für qualifizierte Zuwanderer an Attraktivität. Damit schafft das Anerkennungsgesetz erstmalig einen allgemeinen Rechtsanspruch auf ein Gleichwertigkeitsfeststellungsverfahren, unabhängig von der Staatsangehörigkeit oder Herkunft des Antragstellers. Ausschlaggebend sind nur der Inhalt und die Qualität der beruflichen Qualifikation des Antragstellers.

Wenn Sie Ihren Wohnsitz in Mittelfranken haben oder künftig dort arbeiten möchten, ist die Handwerkskammer für Mittelfranken die zuständige Stelle.



Was müssen Sie für eine Gleichwertigkeitsprüfung tun?

  • Wir empfehlen Ihnen, vorab einen Beratungstermin zu vereinbaren.
  • Bitte bringen Sie folgende Unterlagen zur Beratung mit:
    Ausweis oder Pass
    Nachweis über Ihren ausländischen Berufsabschluss in deutscher Sprache
    Arbeitszeugnisse in deutscher Sprache
    Tabellarische Auflistung Ihrer beruflichen Erfahrungen, Tätigkeiten und Fortbildungen in deutscher Sprache
  • Bitte beachten Sie, dass Ihre Unterlagen von einem öffentlich bestellten oder beeidigten Dolmetscher oder Übersetzer erstellt sein müssen.

Stellen Sie einen Antrag auf eine Gleichwertigkeitsfeststellung

Zum Start des Verfahrens müssen Sie einen Antrag auf Gleichwertigkeitsfeststellung stellen. Dies ist auch im Anschluss an unsere Beratung möglich. Das Antragsformular finden Sie hier zum Download.



Wie läuft die Gleichwertigkeitsprüfung ab?

Wir überprüfen, ob wesentliche Unterschiede zwischen Ihrer Berufsqualifikation und dem deutschen Berufsabschluss bestehen.



Was erhalten Sie am Ende des Verfahrens?

Sie erhalten am Ende einen Bescheid über das Ergebnis des Verfahrens. Ein deutsches Prüfungszeugnis wird nicht verliehen. Dieses erhält man nur nach dem erfolgreichen Absolvieren einer deutschen Gesellen- oder Meisterprüfung.



Was kostet das Verfahren?

  • Das Verfahren ist gebührenpflichtig, die Kosten sind von Ihnen zu tragen.
  • Für die Durchführung der Gleichwertigkeitsprüfung und die Erstellung des Bescheides ist ein Gebührenrahmen von 100 bis 600 Euro in der Gebührenordnung der Handwerkskammer festgelegt.
  • Soweit neben der Überprüfung schriftlicher Nachweise eine Qualifikationsanalyse erforderlich ist, werden die dadurch entstehenden Kosten als Auslagen zusätzlich in Rechnung gestellt.