EuroSkills; Graz; Bildungs- und Technologiezentrum; BTZ; Handwerkskammer für Mittelfranken
Handwerkskammer für Mittelfranken
Ralph Lanz trainiert derzeit im BTZ 2 für die EuroSkills 2021.

Aller guten Dinge sind drei!

...so sieht es der Euroskills-Teilnehmer Ralph Lanz aus dem Nationalteam der Stuckateure.

Der 23-jährige Stuckateurmeister aus Rutesheim in Baden-Württemberg musste sich in Geduld üben, da die Euroskills in Graz/Österreich bereits zweimal pandemiebedingt verschoben wurden. Michael Prell vom Lenkungskreis des Nationalteams hat während des Trainings mit ihm gesprochen.

Ralph, dein Sieg beim Ausscheidungswettkampf auf der bautec in Berlin im Februar 2020 liegt jetzt schon  anderthalb Jahre zurück. Die Euroskills in Graz wurden pandemiebedingt bereits zum zweiten Mal  verschoben. Wie bist Du damit umgegangen ?

„Ja, es war nicht ganz einfach in dieser verrückten Zeit. Nach Berlin hatten meiner Trainer Josef Gruber und ich uns einen Trainingsplan erarbeitet, um im September gut vorbereitet zu sein. Da ich ja zur Zeit noch studiere ( B.SC. Finance & Management), musste ich das alles unter einen Hut bekommen. Während der ersten Trainingseinheiten im Sommer 2020 kam dann, nicht ganz überraschend, die Absage der Euroskills. Josef und auch ich waren enttäuscht, aber es war schon so zu erwarten. Dann haben wir die Trainings abgebrochen und ich konnte mich wieder auf mein Studium konzentrieren. Als dann der Termin für Januar 2021 festgelegt wurde, haben wir unser Training zum Ende des Jahres wieder aufgenommen. Da habe ich leider einiges im Studium verpasst. Als dann wieder die Absage kam, war ich schon gefrustet. Nachdem dann der aktuelle Termin für September 2021 verkündet wurde, haben wir im Sommer wieder intensiv mit dem Training in Nürnberg, Berlin und Leonberg begonnen. Das hat meine Motivation hochgehalten und ich freue ich auf den Wettkampf.“

Wie sind Deine Einschätzungen bezüglich des Trainings?

„Wir haben fast alle Übungsstücke der vergangenen Wettkämpfe nochmal durchgespielt. Dazu hat Josef Gruber weitere Übungsstücke entworfen. Da ja auch bei diesem Wettkampf kein sogenanntes Testprojekt im Vorfeld vorgestellt wird, wissen wir ja nicht was genau drankommt. Da werden wir uns wohl überraschen lassen müssen.“

Hast Du genauere Informationen wie die Euroskills-Organisatoren in Graz mit der Pandemie umgehen?

„Es gibt umfassende Hygienekonzepte für die Teilnehmer und auch für die Besucher. Ich gehöre ja dem Nationalteam des Deutschen Baugewerbes an und wir alle sind im Verbund mit Worldskills Germany bestens aufgestellt. Ohne aktuelle Tests wird es aber nicht gehen. Wenn sich alle damit auseinandersetzen, dürfte es wohl funktionieren. Sicherlich kann es jeden von uns im Vorfeld erwischen. Das wäre fatal und ich möchte gar nicht daran denken.“

Es hat ja schon fast Tradition, dass Teammitglieder und auch ehemalige Champions das Training besuchen, oder?

(Ralph lacht) „Ja stimmt. Alex Schmidt, Tobias Schmider, Niklas Kuhnert und Julian Pinkau haben mich besucht. Ich fand‘s klasse und ich habe mich echt gefreut. Den einen oder anderen Tipp konnte ich von Alex und Tobias bekommen, die ja schon beide Erfahrungen bei den internationalen Wettkämpfen sammeln konnten. Ich bin auch froh 2019 bei den Worldskills in Kazan dabei gewesen zu sein. Natürlich habe ich mich auch über den Besuch von Bernd Schulz von unserem Sponsor Sievert gefreut. Bei unseren Fußballern hat es ja in Sachen „Europameister“ nicht geklappt."

Fühlst Du Dich unter Druck gesetzt, auch in Anbetracht der Erfolge Deiner ehemaligen Nationalteam-Kollegen?

„Klar habe ich einen gewissen Druck. Wenn der nicht da wäre, wäre es nicht gut. Man tritt ja nur einmal für sein Land an. Durch unser intensives Training fühle ich mich gut vorbereitet und das ist schon viel wert. Alle Teilnehmer eines solchen Wettbewerbs haben die gleichen Voraussetzungen und jeder wird zu Anfang nervös sein. Wenn man gut startet, ist es die halbe Miete. Da kommen mir und auch allen meinen Teamkollegen unsere internen Ausscheidungswettkämpfe mit dem Nationalteam zu Gute, wo wir viele Zuschauern hatten und auch hier und da einige Stresssituationen überstehen mussten.“