Solche Bilder sollen bald Geschichte sein auf der A6 Amberg-Heilbronn: Kürzlich wurde der auf sechs Spuren ausgebaute Abschnitt zwischen Nürnberg-Süd und -Ost eröffnet.
Rainer Sturm/pixelio.de
Solche Bilder sollen bald Geschichte sein auf der A6 Amberg-Heilbronn: Kürzlich wurde der auf sechs Spuren ausgebaute Abschnitt zwischen Nürnberg-Süd und -Ost eröffnet.

A6 ist jetzt sechsspurig

Viele Kilometer sind noch übrig

Goldene Scheren klapperten, als die beiden Verkehrsminister Alexander Dobrindt (Bund) und Joachim Herrmann (Bayern) am 9. August quer über die Autobahn A6 gespannte Bänder durchschnitten. Jetzt ist es offen, das 5,7 Kilometer lange Teilstück zwischen Nürnberg-Süd und Nürnberg-Ost. Knapp 80 Millionen Euro hat der Ausbau gekostet. Dafür kann der Verkehr jetzt auf sechs Spuren fließen, anstatt wie bisher vierspurig im Stop-and-Go-Verfahren zu kriechen. Denn auf einer der wichtigsten Verkehrsachsen zwischen Prag und Paris sorgt vor allem das hohe Lkw-Aufkommen dafür, dass Pkws in den vergangenen Jahren eigentlich nur noch die linke Spur zur Verfügung hatten. Zu wenig! Denn bis zu 78.000 Fahrzeugen nutzen die Autobahn zwischen Nürnberg und Schwabach täglich.

Es geht weiter

Herrmann stellte daher auch in Aussicht, dass das „Projekt A6“ mit der Eröffnung des 5,7 Kilometer langen Teilstücks nicht abgeschlossen sei, sondern zielgerichtet fortgesetzt würde: Für den Ausbau des Autobahnkreuzes Nürnberg-Ost führt die Regierung von Mittelfranken laut dem bayerischen Verkehrsminister bereits das Planfeststellungsverfahren durch. Die Ein- und Ausfädelstreifen westlich wurden schon im Rahmen des aktuellen Streckenausbaus auf zwei Fahrstreifen verbreitert. „Bis 2019 soll die A6 von Nürnberg-Ost bis Schwabach-West, den am stärksten belasteten Abschnitten, durchgehend sechsstreifig befahrbar sein“, erklärte Herrmann. Im Abschnitt von Roth bis Schwabach-West werde dafür bereits gebaut. Die Pläne für einen weiteren Ausbau Richtung Westen sollen weiterverfolgt werden. 

Handwerk appelliert an Politik

Diese Pläne liegen auch dem regionalen Handwerk am Herzen, wie Prof. Dr. Elmar Forster, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Mittelfranken, betont. Er kritisiert: „Das Teilstück zwischen Schwabach-West und Feuchtwangen/Crailsheim ist im Gegensatz zur Strecke zwischen Feuchtwangen und Stuttgart nicht im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans. Das muss sich ändern.“ Denn die A6 im Landkreis Ansbach könne zukünftig zu einem Nadelöhr werden, dessen stockender Verkehr auch ortsansässige Betriebe behindern würde. An die Politik appelliert er, beim Ausschreibungsverfahren auf ÖPP (Öffentlich Private Partnerschaften) zu verzichten: „Durch die gängige Praxis, Baumaßnahmen an Autobahnen über ÖPP laufen zu lassen, hat das mittelständische Handwerk kaum noch Möglichkeiten, bei diesen Aufträgen und vor allem bei den nachfolgenden Unterhaltsmaßnahmen zum Zug zu kommen.“ Nachdem selbst der Bundesrechnungshof in einer Untersuchung 2013 zu dem Ergebnis kommt, dass fünf von sechs Autobahnprojekten im ÖPP teurer als bei konventioneller Realisierung wurden, rät er, zum gängigen Prozedere zurückzukehren.



Verkehrsplanung für die Bundesautobahn A 6
Handwerkskammer für Mittelfranken

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Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de