1. Verkehrskonferenz Franken: Vertreter von IHK und HWK präsentierten 12-Punkte-Programm.
Fuchs Meier
Bei der Veranstaltung in der IHK-Akademie Mittelfranken diskutierten die Wirtschaftsvertreter mit Bayerns Verkehrsministerin Ilse Aigner und Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, ihre Lösungsvorschläge für eine optimale Verkehrsinfrastruktur in Franken (v.l.n.r.): Markus Lötzsch, Ulrich Schaller, Prof. Dr. Elmar Forster, Markus Greber, Dr. Klaus D. Mapara, Steffen Bilger, Wolfram Brehm, Ilse Aigner, Klaus-Dieter Josel, Björn Cukrowksi, Michael Möschel, Walter Heußlein, Frank Weth, Dirk von Vopelius

12-Punkte-Programm Verkehr präsentiert

In Deutschland kommen aktuell 503 Autos auf 1.000 Einwohner ist in einer Statistik des Verbandes der deutschen Automobilindustrie verzeichnet. Tendenz steigend.

Deshalb hatten acht fränkischen IHKs und Handwerkskammern zum Dialog mit der Politik über drängende Infrastrukturprobleme zur ersten fränkischen Verkehrskonferenz eingeladen. Gemeinsam hatten die Kammern ein „12-Punkte-Programm Verkehr“ erarbeitet, welches sie den politischen Vertretern, unter ihnen auch Ilse Aigner, Bayerische Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr, als Lösungsvorschlag für die verkehrstechnische Ertüchtigung Nordbayerns präsentierten. Beispielsweise liegt den Kammern der weitere Ausbau der A 3 und A 6 besonders dringend am Herzen. Auch die Verbesserung des Schienenverkehrs durch den Ausbau der ICE-Hochgeschwindigkeits-Trasse zwischen Nürnberg (Bamberg – Coburg) und Erfurt nach dem Vorbild Berlin – Nürnberg wurde angesprochen. Darüber hinaus wurde der dringende Wunsch zur Stärkung der Binnenschifffahrt auf dem Main-Donau-Kanal thematisiert sowie die direkte verkehrliche Anbindung des Nürnberger Albrecht-Dürer-Flughafens.

Tatsächlich habe das bayerische Kabinett aktuell einen Mobilitätsplan auf den Weg gebracht, der beispielsweise auch ein verbundweit einheitliches Ticketsystem vorsehe oder sich mit Radschnellwegen auseinandersetze, betonte Ilse Aigner. Ein Engpass bilde aber die Kapazitätsauslastung der ausführenden Baufirmen. Für Prof. Dr. Elmar Forster, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Mittelfranken, ist die Entwicklung neuer mittelstandsfreundlicher alternativer Mobilitätsformen sehr wichtig. Gleichzeitig forderte er alle Anwesenden dazu auf, auch in ungewöhnlichen Kategorien zu denken: „Und wenn das heißt, dass wir uns zukünftig unser Lufttaxi ans Bürofenster bestellen oder mit 466 km/h durch den Hyperloop rasen“, fügte er augenzwinkernd hinzu. Angesichts der dramatischen Zunahme des Verkehrs im Flächenland Bayern müsse man auch an solche Projekte denken.

 Das 12-Punkte-Programm Verkehr beschreibt die wichtigsten Infrastrukturprojekte für Straße, Schiene, Wasser und Luft für ganz Franken. In diesem Forderungskatalog stellen die beteiligten acht Wirtschaftskammern Lösungen für eine leistungsfähige Infrastruktur vor. Mitstreiter sind die IHKs in Aschaffenburg, Bayreuth, Coburg, Nürnberg und Würzburg sowie die drei Handwerkskammern für Ober- und Unter- und Mittelfranken.

12-Punkte-Programm Verkehr