In diesem Jahr fand das 10. Jubiläum des KHW-Sommerempfangs im Sheraton Carlton Hotel Nürnberg statt.
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In diesem Jahr fand das 10. Jubiläum des KHW-Sommerempfangs im Sheraton Carlton Hotel Nürnberg statt.

10 Jahre KHW-Sommerempfang

Im Juli trafen beim diesjährigen 10. Sommerempfang der Kreishandwerkerschaft Nürnberg Stadt und Land (KHW) Handwerker auf politische Entscheidungsträger, Wirtschaftsvertreter und Medienschaffende aus der Region und nutzten den Nachmittag im Sheraton Hotel Nürnberg zum angeregten Austausch.

Angesichts überfüllter Städte, der aktuellen Mautdebatte und des Klimawandels stand ein Thema in diesem Jahr ganz weit oben auf der Tagesordnung: Die Mobilität beschäftigt Politik und Wirtschaft gleichermaßen. Das Handwerk ist mit seinen vielen Kleinbetrieben und Kundenbesuchen stark betroffen. Der hochkarätige Gastredner Prof. Dr. Klaus Bogenberger von der Bundeswehruniversität in München und Co-Moderator der Sendung "Sonntags-Stammtisch" im BR gab spannende Einblicke und Ausblicke auf ebendieses wichtige Thema. 

Gastredner Prof. Dr. Bogenberger (Mitte) reiste zum Sommerempfang aus München an
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Kreishandwerksmeister Achim Hanisch (l.) mit Gastredner Prof. Dr. Bogenberger, der aus München angereist war, sowie KHW-Geschäftsführerin Manuela Wohlert.

Auf die Mautpläne angesprochen, sagte Bogenberger, dass er sich eine "City-Maut", wie sie beispielsweise in London bereits seit Jahren existiert, gut vorstellen könnte. Dann müssten laut Bogenberger allerdings, wie beim britischen Vorbild, Handwerksbetriebe ausgenommen werden. Dem Dieselfahrverbot räumte er hingegen wenig Chancen ein: "Ich habe mir erst vergangene Woche einen Diesel gekauft und erwarte angesichts der guten deutschen Technologie auch keine Verbote", so Bogenberger.

Sein Forscherteam hat errechnet, dass ein anderes Problem extrem hohe wirtschaftliche Schäden verursacht: Staus. Alleine für München errechnet der Experte "Zeitverlustkosten" in Höhe von 800.000 Euro – pro Tag. Hier sieht er großes Potenzial, Zeit und klimaschädliche Abgase einzusparen. Car-Sharing, Seilbahnen, autonomes Fahren und Flugtaxis: Die Spanne der Ideen ist riesig – und damit auch das Potenzial für das Handwerk. Denn die Infrastruktur für die Zukunft der Mobilität muss erst noch geschaffen werden.

Vertreter aus Politik und Wirtschaft waren zu Gast beim Sommerempfang.
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Neben dem Wirtschaftsreferenten der Stadt Nürnberg, Dr. Michael Fraas und dem Präsidenten der Handwerkskammer Mittelfranken, Thomas Pirner (vorne rechts) kamen unter anderem Nürnbergs Bürgermeister Christian Vogel und Vertreter der Stadtratsfraktionen zum Sommerempfang.

Durch Veranstaltungen wie den Sommerempfang oder auch die regelmäßig stattfindende Rundfahrt zu Betrieben mit den Berufsberatern der Bundesagentur für Arbeit macht die Kreishandwerkerschaft immer wieder auf die Belange der Handwerker in der Region aufmerksam und richtet deren Anliegen in den Fokus der Öffentlichkeit. "Als Interessenvertretung der uns angeschlossenen Innungen und Unternehmen haben wir es zu unserer Hauptaufgabe gemacht, uns für das Handwerk einzusetzen und den Betrieben eine Stimme zu verleihen. Auch wenn die Konjunkturlage besser ist denn je, gibt es noch genügend Hürden, die es zu überwinden gilt", betonte Kreishandwerksmeister Achim Hanisch.