In 40 Minuten um die Welt: Teatro Magico beim Kulturfoyer Handwerk Mittelfranken

Das hat noch kein Reiseanbieter im Programm: In nicht einmal einer Stunde rund um die Welt, bequem im Stuhl sitzend und mit Verpflegung! Das Teatro Magico der Sommernachtsspiele Spalt kann das und verführte die rund 70 mitreisenden Gäste, die zum Ausblick ins neue Jahr zum Kulturfoyer gekommen waren, mit seinen Augengaukeleien.

Chinesische Wurzeln

Perfekt inszeniertes Schwarzlichttheater wurde geboten, das, wie Gastgeber und Kulturfoyers-Vorsitzender Heinrich Mosler erläuterte, seine Wurzeln im alten China hat. Freilich war die Technik damals eine andere als heute, man arbeitete mit Lichtkanälen, heute sind diese durch UV-Lampen ersetzt. Dann benötigt man noch eine mit schwarzem Stoff bespannte Theaterbox, neun schwarz gekleidete Schauspielerinnen, eine große Menge bunter Requisiten aus speziellem leuchtendem Material und einen komplett verdunkelten Raum.

Thematisch passende Musik, ein repräsentativer Conférencier in Gestalt von Robert Wechsler und viele phantasievolle Ideen ließen ein buntes Feuerwerk von Reiseeindrücken vor den Augen der Zuschauer entstehen. Da räkelten sich in Indien Schlangen aus einem Korb und in China tanzten die traditionellen Chinesen-Hüte ihren Reis-Tanz auf der Bühne. Besonders beeindruckend waren die sphärisch dreidimensional im Raum schwebenden ägyptischen Pyramiden, deren Grabkammer ein tanzendes Skelett entstieg, das zu wundersamen Verrenkungen und akrobatischen Kopfschüssen fähig war.

Zahlenspiele zum Ansehen

Und spätestens bei der Schlussszene des intergalaktischen Ausflugs mit seinen schwirrenden Sternschnuppen fragte man sich, wie viele Spieler denn gleichzeitig auf der Bühne Platz hätten: "Bei unserer Italien-Nummer, in der eine große Portion Spaghetti Carbonara von hungrigen Mäulern verspeist wird, sind tatsächlich alle zehn Mitwirkenden auf der Bühne" , verriet Roland Wechsler am Rande der Vorstellung, auch wenn er später bei einer Nummer von 50 Akteuren sprechen sollte – womit er auf die Finger der Mitspieler zielte. Gemeint ist die Teatime-Nummer, bei der behandschuhte Hände einen Synchrontanz aufführten. Die Reise um die Welt endete nach Stippvisiten in Italien, USA, Holland bei den tanzenden Emus in Australien: Drei verrückte Vögel wirbelten über die Bühne, deren lange Hälse ständig für Verwicklungen sorgten.

Wohlbehalten kamen die Kulturfoyersgäste wieder in der Realität an. Sie werden wie alle Reisenden viel von ihrer Reise zu erzählen haben: Spannend war sie, amüsant und wie verzaubert. Wenn das Jahr 2011 auch so wird, dann kann es ja nur gut werden.

Weitere Informationen zum Teatro Magico: www.sommernachtsspiele-spalt.de.

Im Jahresprogramm des Kulturfoyers folgt ab dem 7. April 2011 die Ausstellung "Mensch-Werden" des Metallkünstlers Georg Behninger. Die Ausstellung ist geöffnet von Montag bis Donnerstag, 7.30 bis 17 Uhr und Freitag, 7.30 bis 16 Uhr. Der Eintritt ist frei.

 

Seite empfehlen

Um diese Seite jemandem weiter zu empfehlen, füllen Sie bitte dieses Formular aus:

 
 

* Pflichtfeld

Kundenlogin

Das Handwerk. Die Wirtschaftsmacht von nebenan.