Endlich war es soweit. Nach monatelangen Planungen lüftete die Führungsspitze der Handwerkskammer für Mittelfranken, Präsident Heinrich Mosler und Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Elmar Forster ein lang gehütetes Geheimnis vor der regionalen Presse: das deutsche Handwerk startet eine Imagekampagne.
Das Handwerk wird in den Vordergrund gerückt
Ziel dieser Kommunikationsoffensive ist es, die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung des Handwerks hervorzuheben und Jugendliche für eine Ausbildung im Handwerk zu begeistern. Denn laut einer repräsentativen Umfrage, die das Forsa-Institut im Jahre 2008 im Auftrag des Deutschen Handwerks durchgeführt hat, wird die Bedeutung des Handwerks in der Gesellschaft unterschätzt. Besonders junge Menschen können sich nicht mehr für einen Job im Handwerk erwärmen - eine fatale Situation angesichts der zu erwartenden demographischen Entwicklung. Dabei ist das Handwerk mit 4,8 Millionen Beschäftigten und rund 500 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr eine tragende Säule der deutschen Wirtschaft und Gesellschaft.
Präsident Mosler betonte in der Pressekonferenz, dass die Vielfalt des Handwerks in der Öffentlichkeit kaum bekannt ist. "Auf die Frage 'Welche Handwerksberufe kennen Sie?‘ wurden in der Umfrage am häufigsten die Berufe Schreiner/Tischler, Maurer und Maler genannt. Dann wird es schon dünn", so Mosler. „Viele wissen gar nicht, dass Bäcker, Metzger und Friseure auch Handwerker sind", erläuterte der Präsident. Doch mit mehr als 100 Ausbildungsberufen bietet das Handwerk auch für junge Menschen ungeahnte Möglichkeiten. Prof. Dr. Forster verwies in diesem Zusammenhang auf die - ebenfalls kaum bekannten - Karrierechancen hin, die das Handwerk bietet. "Auch das Handwerk führt zur Universität", so der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Mittelfranken.
Das Handwerk ist auf allen Kanälen präsent
Umgesetzt wird die bundesweite Kampagne auf nahezu allen relevanten Kanälen, das heißt neben einem TV- und Kinospot wird mit Anzeigen und Plakaten, einem Online-Auftritt, begleitender Pressearbeit, regionalen Aktionen, Messeauftritten und Informationen an Schulen für das Handwerk und seinen Ruf geworben.
Um zum Auftakt der Imagekampagne so viel Aufmerksamkeit wie möglich zu bekommen, hat sich die Handwerkskammer etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Das Verwaltungsgebäude der Handwerkskammer für Mittelfranken in Nürnberg erhielt ein "neues Gewand". So ziert nun ein überdimensionales Stoffbanner fast die gesamt Vorderfront des Gebäudes und gibt "harte" Fakten zur wirtschaftlichen Bedeutung und Größe des deutschen Handwerks preis: "967.201 Betriebe, 4.806.000 Beschäftigte, 479.713 Auszubildende, 512 Milliarden Umsatz. Kurz: eine ganz schön große Nummer". Zahlen, die für sich sprechen und den Slogan der Imagekampagne "Das Handwerk. Die Wirtschaftsmacht. Von Nebenan." nur unterstreichen.